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ich, am Weg

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Ma
Rundwanderweg zum Mistelursprung
12.05.2018 07:35

 

HOCH IM NORDEN ENTSPRINGT DER MISTELBACH

 

"Wanderbares Mistelbach"

Vielerorts gibt es sie. Stadtwanderwege oder auch eben Wege rund um eine Stadt oder Region. In Mistelbach wird diese Outdooroffensive auch Wanderbares Mistelbach genannt.

Abgesehen von den Tut-Gut Wanderwegen in Niederösterreich, gibt es zehn Rundwanderwege in Mistelbach, welche teilweise auch durch das Stadtzentrum führen.  Einer dieser Rundwanderwege befindet sich in "Frättingsdorf". 

Dieses ist der nördlichste Wanderweg in dieser Reihe und liegt östlich am Ausläufer des Herrschafts- bzw. Kuchlwaldes in das Staatzer Becken in Richtung Laa an der Thaya. 

Wenn man öffentlich anreist, dann muss man vom Bahnhof aus noch einige Meter entlang des Mistelbachs ins Ortsinnere vornehmen.

Das Video zur Tour:


Begonnen habe ich diese Tour bei der

"Pfarrkirche - Sieben Schmerzen Marias - Frättingsdorf"

Diese ist dem Gedenktag Gedächtnis der Schmerzen Mariens geweiht und steht unter Denkmalschutz. Sie steht am östlichen Ortsausgang der Ortschaft. Sie ist ein barocker Saalbau mit Fassadenturm über einer niedrigen Vorhalle.  Die Orgel stammt vom Ende des 19. Jahrhunderts von Franz Strommer.

Ich verlasse den Ort nun in den Süden und erreiche schon nach wenigen Schritten das Kriegerdenkmal und das Ortsende sowie den

"Kira-Steig mit Marterl bzw. den Totenweg"

Hier wurden die Toten von Frättingsdorf verabschiedet und zur Kirche und Friedhof nach Hörersdorf gebracht.

Der Marterlweg führt dann seicht hinauf zum Rand des Ladenbrunner Waldes. Von hier genießt man auch einen herrlichen Blick auf Frättingsdorf und Umgebung. Das Stück entlang des Waldes wird auch Mühlwegeck genannt.

 


die Pfarrkirche Frättingsdorf "Sieben Schmerzen Marias"

eine kleine Barfuß-Anlage

Das Kriegerdenkmal

am Marterlweg hinaus



Wir erreichen schließlich die Straße L3083 in Richtung Loosdorf, biegen aber dann gleich scharf nach links ab und folgen nun einem Karrenweg hinein in den Wald. Wenig später müssen wir auf die Markierung achten. Bei der nächsten Weggabelung folgen wir dem rechten Pfad, jener der etwas weiter empor führt und entlang des Wegs enger wird.

Oben angelangt, erreichen wir eine sehr schöne Waldlichtung. Wir befinden uns nun am Sandberg. Hier treffen sich mehrere Wald- und Forstwege. Markant auffallen ist dabei die schöne Stempelstelle für Wanderer. Auch hier sollte man wieder der Markierung folgen. Nun geht es, leicht abfallend, durch den Wald hinab bis wir zur Bildereiche kommen.

"Die Bildereiche"

Diese wurde aus Dankbarkeit errichtet, da die Besitzer des Gutes Hagenberg einen Monsterprozess um dieses Waldstück für sich entscheiden konnten. Zur Erinnerung wurde das Marienbild an der Bildereiche angebracht.

Danach kommen wir zurück zur Straße L3083, welche wir auch überqueren. Wir erreichen nun den Herrschaftswald und das Wasserreservoir.

 


Entlang des Ladenbrunner Waldes / Mühlwegeck

Stempelstelle am Sandberg

Ein freundlicher Waldbewohner

tiefe Einblicke in den Wald



Zunächst geht es einige Meter in den Wald hinauf, ehe eine verwachsene Forststraße nach rechts führt. Hier gab es aktuell keine Markierung, daher Vorsicht. Über einen kleinen Waldrücken geht es nun weiter in den Osten, bis wir den Wald verlassen und zur Holzleitenaussicht gelangen. Dies ist ein gemütlicher kleine Rastplatz mit Tische und Bänke mit einer wunderbaren Aussicht auf Frättingsdorf und dem Landmanngebiet.

Wir folgen dem Weg nun in den Norden, entlang des Waldrandes dem Waldrücken hinab und gelangen so zur Mistelquelle.

"Der Mistelursprung"

Hier entspringt der Mistelbach, welcher durch die Orte Hörersdorf, Siebenhirten und, in das nach ihm benannte, Mistelbach und dort in die Zaya fließt. Der Künstler Norbert Maringer hat im Jahr 2001 den Quellbereich künstlerisch bereichert. Der sogenannte Tausammler, ist dank einer Solarbeleuchtung auch nachts zu besichtigen. 

Wir folgen dem Weg nun links weiter und gelangen so in kleines Tälchen. Am Ende dessen biegen wir dann rechts ab und folgen der leichten Anhöhe, bis wir oben dann auf das Kramerkreuz treffen.

"Das Kramerkreuz"

Dieses Kreuz wurde zur Erinnerung eines wandernden Kaufmanns (einem Kramer) errichtet, welcher hier erfroren ist und ausgeplündert wurde.

An dieser Stelle führen auch weitere Rundwanderwege zusammen, bzw. verlassen unsere Variante. Wir folgen der gelb/grünen Markierung weiter in den Norden, bis wir den Waldrand verlassen und in den Osten weiter marschieren. Wir gelangen nun auf eine schöne freie Fläche, welche heute unter Naturschutz steht.

"Die Rossweide"

In früheren Jahren war dieses Gebiet eine rießige Weidefläche für Pferde. Heute ist es ein Naturschutzgebiet.

Weiter geht es nun über diese schöne Fläche bis wir den Ennsdorfer Graben erreichen. Von hier aus hab man einen unglaublich herrlichen Blick auf die Burgruine Staatz, welche sich im Norden erstreckt. Hier empfiehlt sich schon mal eine kleine Rast.
Letztendlich führt ein betonierter Feldweg in den Süden zurück nach Frättingsdorf, wo wir noch an einer weiteren Sehenswürdigkeit vorbeikommen.

"Die Freie Werkstatt"

Dieses Gebäude wurde 1893/94 erbaut und war einst eine Schule . Heute ist es ein Kulturzentrum für Ausstellungen, Veranstalltungen und als Treffpunkt für die Ortsbevölkerung.

Wir befinden uns wieder vor der Pfarrkirche und haben somit diese Runde erfolgreich beendet. Super!

 


die Holzleitenaussicht

Entlang des Herrschaftswaldes

Blick auf die Burgruine Staatz

Aussicht in das Landmanngebiet

Blick in den Norden

Blick auf Frättingsdorf (Nordseite)



Erreichbar:

Zug: S-Bahn 2, Regionalzüge


Karte:

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