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ich, am Weg

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No
WW07 - Orth a.d.Donau - Hainburg
25.11.2017 21:41


Ostösterreichischer Grenzlandweg 07
18. Etappe: von Orth an der Donau nach Hainburg (25,5 Kilometer)
Datum:
19. November 2017

Wer oder was ist der 07er Weitwanderweg?

(Österreichischer Weitwanderweg 07, 710 km). Der ostösterreichische Grenzlandweg 07 wurde 1979 eröffnet. Er führt durch die Bundesländer Niederösterreich, Burgenland und Steiermark und reicht vom Nebelstein im nördlichen Waldviertel nach Bad Radkersburg in der Südoststeiermark. Der Ostösterreichische Grenzlandweg ist vom Nebelstein bis Wolfsthal auch Teilstück des europäischen Fernwanderweges E8 und von Wien bis Hochstraß Teilstück des europäischen Fernwanderweges E4.
Erklärung und mehr Informationen findet Ihr im Rahmen der Alpenvereinssektion Weitwanderer! Grüße gehen raus :-)

Meine Geschichte zur 18. Etappe

Schon am Vortag war ich mit Margit, Henrike und dem grünen Pilger Peter von Groß Enzersdorf nach Orth an der Donau gewandert. Bericht siehe HIER. Und am folgenden Tag wollten wir diese Tour fortführen. Diesmal gesellte sich noch Stefanie dazu und verstärkte so unsere kleine Wandergemeinschaft. Wir trafen einander um 9 Uhr in Kagran bei Wien und fuhren dann mit dem Bus über Groß Enerzersdorf zurück nach Orth an der Donau. Auch wenn uns das Wetter nicht ganz so hold war, wurde diese Tour durch unseren Spirit getragen. Und dafür sollten wir später belohnt werden.

Die Dynamik und Harmonie unserer Gruppe war sehr stark. Es war oft so, als ob wir einander schon ewig kannten und schon einige Wege gemeinsam beschritten hätten. Der Herbst zeigte zunächst sein wahres Gesicht. Regen, Nässe und Kälte wollten uns zunächst dominieren. Wir waren jedoch optimal ausgerüstet und lachten dem Herbst nur frech ins Gesicht. Bis zur Donau, bzw. zum Uferhaus und noch ein Stück weiter, konnte sich das Wetter nicht so ganz Entscheiden, ob es uns noch kühles Regenwasser bescheren sollte, oder nicht? Glücklicherweise wurden wir davon weitgehend verschont.

Weihnachtsmarkt, Sonnenschein und ein herrlicher Sonnenuntergang

Eine ungeplante Überraschung hatte das Schloss in Eckartsau für uns parat. Denn an diesem Tag befand sich ein kleiner Weihnachtsmarkt innerhalb seiner Mauern. Das kam uns natürlich recht. Dort konnten wir uns wahrlich mit Punsch, Brezel und Süßigkeiten stärken. Durch die schöne Verzierung des Innenhofs kam bei jedem von uns schon tolle Weihnachtsstimmung auf.

Und dann folgte ein kleines herbstliches Wanderwunder. Noch am Donaudamm kämpfte sich die Sonne durch die grau verschleierten Wolken und lachte uns froh. So konnten wir am Roßkopfarm noch eine kleine schöne Kaffeepause einlegen und den Nationalpark bei schönem Sonnenlicht genießen. Dieses begleitete uns dann tatsächlich bis nach Hainburg hinein. Kurz vor der Überquerung der Donaubrücke verabschiedete sich die Sonne jedoch wieder. Trotz ihres eher kurzen Gastspiels bescherte sie uns noch einen herrlichen, in rot-orange gehaltenen, Untergang über dem Donaustrom.

Und so erreichten wir Hainburg bei Anbruch der Dunkelheit. Doch das machte nichts. Hainburg hatte auch in der Dunkelheit ein ganz eigenes Flair, welches wir noch genießen durften. Den Abschluss dieser Tour zelebrierten wir dann im Stadt Café, wo bereits über weitere Ziele geplaudert wurde. Letztendlich fuhren wir mit der S-Bahn zurück nach Wien. Margit hatte eine längere Reise vor sich. Sie sollte noch am selben Abend nach Graz zurückkehren.

Doch nach diesen beiden Etappen war mir klar. Das Abenteuer "Ostösterreichischer Grenzlandweg 07" hatte erst begonnen. Und wie wir marschiert sind, könnt Ihr unten in der Wegbeschreibung und auf der Karte mitverfolgen.


Margit, Henrike, ich, der grüne Pilger Peter & Stefanie (by Margit)

Folgt stets dem Pfad und ihr kommt voran (by grüner Pilger Peter)

An der Donau (by Henrike)

Der Kreis unserer Wandergemeinschaft (by Margit)

Stefanies ungebrochene Motivation (by grüner Pilger Peter)

Am Donaudamm (by Henrike)



Wegbeschreibung:

Wir starten die Tour am Hauptplatz von Orth an der Donau nahe der Mariensäule. Der Weg führt uns zunächst am Schloss Orth vorbei, ehe wir dann links in die Jägergrund-Gasse einbiegen. Hier kommen wir am Sportplatz von Orth vorbei, ehe wir uns wieder im Nationalpark Donauauen wiederfinden. Bei der nächsten Weggabelung folgen wir dem Pfad in den Süden. Dort ist bereits das Uferhaus angeschrieben. Der Waldweg führt uns südöstlich an der Grenze des Nationalparks entlang bis wir später den Fadenbach erreichen, welcher uns zu unserer Linken folgt. Auf der Höhe des Donaudamms folgen wir diesem ein Stück bis zur Kreuzung der Uferstraße gegenüber der Baxter Bioscience.

Weiter geht es südlich entlang der Rudolf-Zornpfenning-Straße bis wir am Ende die Donau, sowie das Uferhaus erreichen.
Nicht weit davon entfernt befindet sich auch die Fähre, welche Orth und Haslau auf der anderen Seite des Donaustroms, verbindet. Beim Uferhaus treffen auch die Donauarme kleine und große Binn auf den Donaustrom.

Wir begleiten den Donaustrom nun in den Osten entlang des Treppelwegs. Dort stoßen wir auf die kleinen Ortherinseln. Nach weiteren Kilometern gelangen wir zu einem Rastplatz auf einer größeren Wiese. Hier folgen wir dem Wegweiser, welcher uns in Richtung Eckartsau führt. Wir verlassen die Donau und marschieren nun zunächst weiter östlich, ehe der Weg in den Norden, zurück zum Donaudamm, führt. Letztendlich überqueren wir erneut den Fadenbach und treten wieder aus dem Nationalpark heraus. Dort wartet bereits das kaiserliche Jagdschloss von Eckartsau. An diesem Tag sind die Tore zum Schloss geöffnet, da sich ein Weihnachtsmarkt in seinem Inneren befindet.

 


Schloss Eckartsau (by Margit)

Kaffeepause am Donaudamm (by Margit)

Stoooolz auf weitere 20 Kilometer (by grüner Pilger Peter)

Weihnachtsmarkt im Schloss (by grüner Pilger Peter)

Dem Ziel entgegen (by Margit)

Blick auf die Donaubrücke und Hainburg (by Henrike)



Somit schreiten wir durch die Alled, umrunden das Schloss, besuchen den Markt, und folgen nun dem Weitwanderweg wieder zurück in den Nationalpark bis hin zum Donaudamm. Von nun an folgen wir diesem immer weiter in den Osten. Nach einigen Kilometern machen wir Rast beim Roßkopfarm. Im Anschluss erreichen wir die Südostseite von Stopfenreuth.

Hier verlassen wir den Dammweg und folgen nun der betonierten Uferstraße in den Südwesten. Wir überqueren erneut einen Arm des Roßkopf und kommen so zurück zur Donau, wo uns ein schöner Infopoint zum Nationalpark erwartet. Am Kiesstrand können wir erstmals unser Ziel, Hainburg, in der Ferne erkennen. Ein Treppelweg führt uns nun weiter östlich, der Donau entlang, bis zur Andreas-Maurer-Brücke, oder auch Donaubrücke genannt. Die gut 25 Meter hohe Brücke ist durch eine schmale Stiege zu erreichen.

Und so marschieren wir entlang der B49 nun über die Donau bis zur Nordseite von Bad Deutsch Altenburg. Wir steuern direkt auf die Wände des Hollitzer-Steinbruchs zu. Doch wir verlassen die B49 nach der Donauüberführung und folgen nun der Hollitzerallee weiter in den Osten und folgen so dem Johler Arm der Donau. Die Hollitzerallee führt uns direkt bis nach Hainburg. Auf der Höhe der Donaulände betreten wir nun die Altstadt und besuchen noch das Wienertor an der Wienerstraße. Im Anschluss gelangen wir noch zum Hauptplatz von Hainburg. Nach einer weiteren kurzen Rast im Stadtcafé, marschieren wir noch über die Blutgasse zum Bahnhof und beenden so unsere Tagestour.

 


Das Wiener Tor in Hainburg (by grüner Pilger Peter)

Hauptplatz Hainburg (by Henrike)

Abschlussbelohnung



Infobox:

Alpenverein Weitwanderer
Ostösterreichischer Grenzlandweg 07
Orth an der Donau
Nationalpark Donauauen
Schloss Eckartsau
Forsthaus Stopfenreuth
Hainburg an der Donau

 

Karte:

Video:

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