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Lilienfeld - Muckenkogel - Hinteralm
17.12.2019 18:31


WIR BESUCHEN DEN "MUCKI"
 

Oft aus der Ferne bewundert -
aber nie besucht. An einem herrlichen milden Dezembertag war es jedoch so weit. Für Stefanie war dies nicht der erste Besuch am Muckenkogel, also dem "Mucki". Für mich hingegen war dies mein erster Besuch am Spitzbrand, Muckenkogel, Hinteralm & Co. Diese, unsere, Rundtour war knapp 18 Kilometer lang und dabei haben wir über 1000 Höhenmeter hinauf und auch wieder hinab zurückgelegt. 

Zu sehen gab es eine Menge. So erinnerte der Aufstieg auf dem Spitzbrand sehr stark an den Hausberg in Kitzbühel vom Vertical Up Race. Die Aussicht vom Muckenkogel über das Wald- und Weinviertel bis hinüber zu den kleinen Karpaten war grandios. Die Einkehr in der Traisner Hütte brachte das erhoffte Berghüttenflair mitsich. Ein fast schon kitschiger Sonnenuntergang untermalte die natur-romantische Stimmung, ehe der Einbruch der Dunkelheit uns auch noch eine gemütliche Nachtwanderung hinab bescherte.

Video:

Vom Bahnhof in Lilienfeld marschieren wir zunächst übers Platzl zur Klosterrotte vor der Stiftskirche. Hier biegen wir jedoch gleich nach Links ab und stiegen sogleich über den Stiftspark hinauf bis zum Chineser, einem alten Wachturm mit einer heute netten Aussichtsplattform. Über einen Karren und Wiesenweg gelangen wir schließlich zur großen Weidefläche des sogenannten Spitzbrandes.

Dies ist eine spitz förmige, ca. 150 Höhenmeter reiche, Gräserfläche, welches spitzförmig durch Bäume oberhalb zusammenführt. Diese 150 Höhenmeter legen wir unter einer Stunde zurück, was darauf hindeutet, dass dieser Hang ziemlich steil ist. Auch wenn wir uns fortan im Wald bewegen, sind es noch einige anspruchsvolle Höhenmeter hinauf bis zum Spitzbrandkogel, dem Gipfel dieses Hügels auf 729 Meter. Beim Gipfelkreuz machen wir eine erste wohlverdiente Rast, fotografieren das schöne Gipfelkreuz und tragen uns ins Gipfelbuch ein.

Es geht weiter südlich hinab bis zur Glatzwiese, einer weiteren größeren freien Wiesenfläche zwischen dem Spitzbrandkogel und Muckenkogel, in der Nähe des Fallgrabens. Nachdem wir also wieder einige Höhenmeter hinabgestiegen waren, dürfen wir wieder etliche emporsteigen. Dies tun wir über den Jägersteig, wobei wir aber überwiegend wild über eine Waldschneise hinaufklettern. Nahe der Karlsteinkluft steigen wir nun am Rand einer schönen Felsmauer entlang weiter aufwärts. Am oberen Plateau des Steinhofberges erreichen wir die Lilienfelderhütte. 



Nun folgt ein schöner Weg berghoch entlang des Steinhofbrgs am sogenannten Lilienfelder Gschwendt. Wir gewinnen immer mehr an Höhenmetern und können nun erstmals die wunderschöne Aussicht genießen. Nach einigen weiteren Schritten betreten wir auch schon die Klosteralpe. Nun betreten wir noch einmal bewaldetes Gelände auf über 1000 Höhenmeter, wobei wir nun unsere Alpinspikes über unsere Wanderstiefel stülpen.

Hier ist der Boden doch schon gefroren und die Spikes helfen uns hier den nötigen Gripp und Halt zu bekommen. Über einen schmalen engen Steig über Stock und Stein erreichen wir nun die Satelitenanlage und somit den höchsten Punkt am Muckenkogel auf 1248 Meter. Hier rasten wir erneut und genießen die herrliche Aussicht, die an einem Tag wie heute von den kleinen Kaparten über den Donauraum hinauf in das Waldviertel bis hin zum Ötscher reicht. Es geht aber noch weiter. Wir steigen nun durch die Felsen und Bäume des Schwarzwaldes weiter südlich hinab bis zur Hinteralm, welche auf über 1300 Meter hoch oben liegt.

Bei der Traisner Hütte kehren wir schließlich ein und genießen die tolle Hüttenatmosphäre unter vielen Wanderern. Also es Abend wird, steigen wir wieder über den Muckenkogel und dem Lilienfelder Gschwendt zurück zur Lilienfelderhütte. Hier genießen wir den fast schon kitschigen Sonnenuntergang hinter dem Ötscher und beschließen dann entlang der Kolmstraße abzusteigen, da ein Abstieg über das Hölltall nach Einbruch der Dunkelheit schon zu gefährlich erscheint.

So zückt Stefanie ihre Stirnlampe und wir folgen der Asphaltstraße hinab bis wir wieder beim Stift in Lilienfeld ankommen. Eine wirklich herzliche und naturverbundene Tour endet also auch mit einer spannenden Nachtwanderung. Zufrieden treten wir die Heimreise an.



Karte:

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