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Fe
Lipník nad Bečvou & Burg Helfštýn
29.02.2020 23:17


AN DER MÄHRISCHEN PFORTE

 

 

 

Mein besuchter Ort:
 

Stadt: Lipník nad Bečvou


Land: Tschechische Republik 
Landschaftskreis: Mährische Pforte

Anreise:

Bus (aus Wien nach Olmütz): (Flix Bus) - 3 Std. Fahrzeit.
Zug (von Olmütz nach Lipnik): tschechische Bahn - 20 Minuten

VIDEO:

Schmiede- und Braukunst & historische Plätze

Die mährische Pforte wurde einst von der mächtigen Burg Helfenstein beherrscht. Durch das schöne Tal fließt mit der Becva ein äußerst unbändiger Strom.

Lipník nad Bečvou liegt an diesem Fluss. Es ist bekannt für seine historischen Plätze sowie Schmiede- und Braukunst. Auch ist es ein Durchlauf vieler Wander- und Radwege in dieser Region. Die nächst größere Stadt, Olmütz, liegt nur 20 Bahnminuten entfernt.

Doch ist die Stadt nicht nur für seine Gastfreundschaft bekannt, sondern auch als Startpunkt für einen tollen Wanderspaziergang zur weltbekannten Burg Helfenstein, welche auf einem Felsen thront. Diese, eine der größten Burganlagen Europas, kann bequem erwandert und auch besichtigt werden...


Lipník nad Bečvou

Im Ost den des Landes, an der mährischen Pforte im Tal der Becva, liegt die antike Stadt Lipník nad Bečvou. Einst gab es eine wichtige Handelsroute zwischen den Hostyn-Hügeln und den Oder-Hügeln, die stets vom Flussverlauf der Becva gesäumt wurde. Die Handelsroute wurde auch Amber Trail genannt. Heute leben in etwa 8,5 Tausend Menschen in der kleinen aber schönen Stadt, welche durch Ihre Schmiedekunst bekannt ist.


Im Jahre 1238 wurde Lipník nad Bečvou erstmals schriftlich erwähnt, obwohl diese Stadt zweifellos älter ist. Seit dem Jahr 1989 ist die Stadt ein städtisches Naturschutzgebiet. Im Umkreis von Olmütz gibt es nur zwei Naturschutzgebiete. Und das ist die gleichnamige Stadt Olmütz und Lipnik. Es gibt mehr als 100 denkmalgeschützte Objekte in und rund um den Ort.

Grundlegend sind die ursprünglichen Straßenlinien der Stadt beibehalten worden. Historische Gebäude der Stadt stammen noch mittelalterlichen Ursprungs, wie zb. die Stadtmauern bzw. die Befestigungsanlagen. 

Zu den bedeutensten Orten zählen natürlich der T.G. Masaryka Hauptplatz, benannt nach dem 1. Staatspräsidenten der Tschechischen Republik. Erwähnenswert sind die St. Jakobskriche. Die Einrichtung stammt größtenteils ncoh aus den 1860er Jahren. In dieser Zeit wurde die Kirche barockisiert. Das Pfarrhaus ist in die Stadtmauer mit eingebaut.

Der Glockenturm Zvonice, welcher direkt vor der Kirche St. Jakob steht, ist der einzige im mährischen Gebiet, welcher seinen ursprünglichen Stil der Spätrenaissance erhalten hat. Einst hing die Kirchenglocke in diesem Gebäude, wurde aber später in die St. Jakob Kirche überstellt, da der legende nach, das ganze Gebäude zitterte, als man die Glocken läutete. An der Front ist eine Sonnenuhr angebracht.

Die Kapelle St. Josef steht am städtischen Kreisverkehr und gilt als Frühbarockgeäbude. Im Inneren der kleinen Kapelle ist vor allem die mit Fresken verzierte Kuppel zu bestaunen.
Auch ist 
Lipník nad Bečvou bekannt für seine Gastfreundschaft und seine Braukunst. In Zentrumsnähe gibt es schöne alte Braukeller, welche in der warmen Jahreszeit zum Verkosten einladen.


Naturpark Škrabalka

Im Süden der Stadt liegt das Landschaftsschutzgebiet. Es liegt direkt an der Becvau und ist ein naturbelassenes kleines Naturschutzgebiet. Darüber hinaus ist es ein Treffpunkt sämtlicher Wander- oder Radrouten in alle Himmelsrichtungen. 

Seine kleinen Tümpel sind genauso interessant wie das kleine Waldgebiet, welches diese umschließt. Es erstreckt sich von Lipník nad Bečvou bis hinüber zum Nachbarort Tyn nad Bečvou.

Dieser Ort befindet sich südwestlich der Mündung der Jezernice am linken Ufer der Becva. Somit liegt sie unterhalb der Burg Helfenstein und am nordrad des Malenikwaldes. Im Osten erstreckt sich der Bergrücken Krasnice. Die Gegend ist darüber hinaus auch Fundstelle von Gräbern aus der jüngeren Steinzeit. 

Die erste schriftliche Erwähnung stamm aus dem Jahr 1447, als Tyn zum Herrschaftsbereich der Herren von Helfenstein gehörte.

Burg Helfštýn

Die Burg, welche man von allen Himmelsrichtungen aus der Ferne sehen kann, war einst ein Zeichen der Dominanz der Mährischen Pforte. Sie zählt als eine der größten Festungsanlagen Europas und wird stetig saniert. Die vier Burghöfe, die großen dicken Mauern, sämtliche Türme, Kammertore und Zwingerabschnitte sowie der Palas und die historische Burgschmiede zählen heute als Kulturdenkmal.

Die Burg, welche auf einem steilen Felsen wurde Ende des 13. Jahrhunderts unter dem Namen Felsenburg angelegt. Von ihr aus sollte die mährische Pforte beherrscht werden.

 
In Ihrer langen Geschichte wurde die Burg mehrmals besetzt und Ihre Eigentümer wechselten häufig. Sie wurde lediglich jedes Mal erweitert bis sie ihre bis heute anzutreffende Größe erlangt hatte. Der ehemalige Wehrturm kann heute auch als Aussichtsturm besucht werden. Allerdings nicht zu jeder Jahreszeit und während der Renovierungsarbeiten. 

Nach dem Zweiten Weltkrieg wude die Burg als eines der wichtigsten Denkmäler in der Kategorie der Staatsburgen der Tschechischen Republik eingestuft. In Ihr wurden laufend künstlerisch-historische und archäologische Untersuchungen durchgeführt, welche zur Aufklärung seiner Vergangenheit beigetragen haben.

Seit dem 19. Jahrhundert wurde die Burg häufig besucht. Obwohl die systematischen Sicherungsarbeiten erst um 1911 begonnen wurden, war die Burg schon früher zugänglich gewesen.

Eine Besichtigung kann von April bis Ende Oktober vorgenommen werden. Sie dauert ca. 1 Stunde und kostet 150 CZK, wenn man alle Höfe besichtigen will. Grundsätzlich sind die Preise je nach Umfang der Besichtigung angepasst. 

Grundsätzlich kostet eine normale Zutrittsbesichtigung im März und im November 30 CZK und vom April bis Oktober 50 CZK.

Aus sportlicher Sicht gibt es nahe der Burg einen großen steilen Kletterfelsen, der allen Kletterern sicher viel Freude bereiten wird. Darüber hinaus ist die Gegend ein äußerst lukratives Wandergebiet.


MEHR IMPRESSIONEN:


DER WANDERWEG VON LIPNIK ZUR BURG HELFENSTEIN

Folgt diesem Weg

(1685891)

 

vom Bahnhof Lipnik bis hinauf zur Burg Helfenstein und wieder zurück.

von "waymarkedtrails.com"


Diese Tour habe ich gemeinsam mit meinem Bruder Thomas von "Noch lange nicht genug" unternommen... 

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