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ich, am Weg

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Ja
Neusiedl - Eisenstadt (Bgld. Extrem Test)
20.01.2019 18:47

Einleitung:

Dies hier ist kein klassischer Wanderbericht. Hier geht es mehr um meine persönliche Vorbereitung für das Sportevent 24h Burgenland Extrem, dort wo ich Ende Jänner 2019 bereits zum dritten Mal an den Start gehen werde. Viel mehr werde ich zum dritten Mal versuchen den See und seine 120 Kilometer Rundstrecke zu meistern. Warum es mir bislang noch nicht gelang und mir das Erreichen dieses Zieles so wichtig ist, erklärt Euch mein emotionaler Bericht aus diesem Jahr.

Bericht Burgenland Extrem 2018

So kann ich mir eine Vielzahl an Erklärungen sparen und gleich zum eigentlichen Thema kommen, nämlich meine Vorbereitung um das gesteckte Ziel endlich zu erreichen. 


Meine erwählte Strecke für den finalen Test:
von Neusiedl am See nach Eisenstadt (Nachtwanderung)
32 Kilometer von 23:00 bis 5:40 Uhr.

Diese Strecke führt großteils entlang der originalen Wegstrecke des Burgenland Extrem Trails. Aber auch der Zentralalpenweg 02, der in Hainburg beginnt und weiter in die bucklige Welt hinein führt, gesellt sich dazu. Start der Tour ist der Bahnhof in Neusiedl und führt weiter entlang des Burgenland Extrem Trails nach Jois. Danach geht es weiter südwestlich hinab nach Winden am See. Weiters erreicht man den östlichen Rand von Breitenbrunn und später dann die Ortschaft Purbach am See. Der Weg führt dann über Donnerskirchen weiter nach Schützen am See. Hier verlassen wir den Burgenland Extrem Trail und marschieren entlang der Bundestraße weiter bis nach Eisenstadt. 
 (rechts unten bei der Karte auf vergrößern klicken)


Testfokus Kleidung:

 

1. Schicht: Nike Dryshirt und Thermohose lang
2. Schicht: Nike Dri-Fit Laufweste und Crivit Laufhose

Erprobt durch mein Lauftraining und meine Wandertouren. Die Thermohose ist sehr leicht und kneift nicht, wärmt aber recht gut. Der Schweiß bleibt auch nicht in Form von kalter Nässe am Stoff zurück. In Kombination mit der Laufhose eine tolle Abschirmung gegen Kälte. Das Dryshirt wirkt bei mir sehr optimal und reguliert den Schweiß sehr gut. Da es die Nässe aufsaugt, sollte man in der Kälte nicht zu lange damit herumstehen! Stellt sich aber auch sehr rasch wieder auf die Körpertemperatur ein. In Kombination mit der Laufweste auch sehr angenehm zu tragen. Einzig, die Laufweste dünstet den Schweiß nicht richtig aus, so das die Innenseite der Jacke nach einigen Stunden schon feucht werden kann. Somit werde ich die Weste im Laufe der Tour wechseln.

Nike Haube, Bandana, Nike Compression Socks, Wollsocken,
Blend Winterjacke, Seven Summits Weste (ärmellos), Handschuhe

Die Compression Socks sind nicht nur beim Laufen auf längeren Distanzen sehr praktisch, sondern auch bei längeren Märschen. Im Schuh trage ich über die Socks dickere Wollsocken zwecks Reibungsminimierung. Handschuhe und Bandana sind solide, obwohl meine Handschuhe den Wärmetest nicht optimal bestanden haben. Werde auf Wollhandschuhe switchen. Haube wärmt perfekt. Diese trage ich fast immer bei Wanderungen. Meine Blend Winterjacke in Kombination mit der Seven Summits Weste hat mir schon im letzten Jahr treue Dienste erwiesen. Beides wärmt mich sehr gut, dünstet aber auch solide aus. Never change a winning team! 


Sonstige nennenswerte Punkte:

Das Wetter hat an diesem Tag ja wunderbar mitgespielt. Um 23:00 stiegen mein Vater und ich aus dem Zug und bekamen sofort ein einzigartiges Panorama geliefert. Es war windstill und die Temperaturen bewegten sich zwischen -2 und 0 Grad. Das sollte sich während der Tour aber noch ändern, da es von Stunde zu Stunde kälter wurde. Fast keine Wolke am Himmel. Der Mond hatte fast soviel Kraft wie eine kleine Sonne. Wunderbar. Obwohl ich bereits seit 6:30 morgens wach war und die Tour in der Nacht begann, merkte ich keine Müdigkeit. Ich konnte so die ganze Tour bis um 6:00 morgens durch und durch genießen. Mein gewähltes Gewand hatte seinen Test bestanden, bis auf die Handschuhe. Diese werde ich dann beim Burgenland Extrem in Wollhandschuhe umtauschen. Ansonsten hat mein Outfit standgehalten. Mir war weder zu warm, noch hatte ich gefroren. Ich denke, dieser Dresscode wird auch kälteren Temperaturen standhalten.  

Mein Fazit nach dem letzten Testmarsch:

Auch dieser Test ist voll und ganz gelungen. Wenn alles gut geht, dann bin ich sowohl körperlich als auch vom Setting her bereit für den großen Showdown am Neusiedlersee. Diese Nachtwanderung hat mir wieder einmal gezeigt, wie sehr ich das Marschieren in der Dunkelheit eigentlich mag. Somit freue ich mich fast schon mehr auf die finsteren Passagen, als jene unter Tags. Wie schon bei meinen letzten Wandertouren und Tests hatte ich erneut die Kilimanjaro Plus Trekking Schuhe an. Diese habe ich mittlerweile sehr gut einmarschiert. Erneut blieb ich auf dieser Tour blasenfrei. Wenn es mir gelingt meinen Körper in Schwung, Laune und ohne gröbere Abnutzungen oder Fußblasen zu halten, dann dürfte es in diesem Jahr endlich mit der Umrundung des Sees klappen. Ich bin gespannt darauf.


VLOG

FOTOS:

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