Wandern - Weitwandern - Bergwandern - Outdoor Sport

ich, am Weg

29
M
Rundwanderweg Rosental-Kuchlholz
29.03.2018 19:27


EIN WUNDERSCHÖNES EINSAMES TAL IM WEINVIERTEL - IN DER RUHE LIEGT DIE KRAFT
 

"Wanderbares Mistelbach" -

So nennt sich die Wanderoffensive im Norden Niederösterreichs. Das Weinviertel erleben, das trifft auf diese Wege absolut zu. 

Einer dieser Wanderwege führt dabei nach Hüttendorf. Dieser nette kleine Ort liegt ca. 2 Kilometer westlich vom Bahnhof der Stadt Mistelbach womit er an der Stadt angrenzt.

Der Rundwanderweg aus und zu diesem Ort führt den Wanderer dabei durch das wunderschöne, mit Feldern bestückte Rosental. Im Nordwesten gelangt man schließlich um kleinen Waldstück, welches Kuchlholz oder auch "Hölzl" genannt wird.

Das Video zur Tour:

"Hüttendorf bei Mistelbach"

Zu Beginn des 12. Jahrhunderts wurde auf einer Klosterneuburger Urkunde, im sogenannten Saalbuch, ein Adalberto de Hittendorf erwähnt. Man vermutet das der Ortsname nach dem Personennamen "Hito" zurückzuführen ist.

Der schöne barocke Kirchturm wurde 1701 erbaut und 1769 erhöht. Bis zum 1. Weltkrieg war der Klang der Glocken bekannt als das schönsten Geläut des Weinlandes. 1945 wurde die Kirche schwer beschädigt, worauf sie danach mehrmals renoviert werden musste. Der Barockturm zählt auch heute noch zu den schönsten im ganzen Weinviertel.

Der steirische Künstler Thomas Stimm entwarf eine sechs Meter hohe, aus Eisenblech geschmiedete und mit Komponentenlack eingefasste Blume, welche 2009 erreichtet wurde und seit diesem Zeitpunkt das Wahrzeichen Hüttendorf ist. Man kann diese am großen Platz des Paukerspitzes bewundern.

 


Das Kriegsdenkmal in Hüttendorf

Das Weißensteinkreuz

An der Lindenallee startet diese Tour

Abwärts geht es ins Rosental (Gelbgrüne Markierung am Baum)



Diese Tour beginnt im westlichen Teil von Hüttendorf direkt vor dem Kriegerdenkmal. Gleich gegenüber befindet sich der Paukerplatz, wo die besagte "Blume" von Thomas Stimm erreichten wurde. Der Weg führt zunächst in den Norden durch die Lindenallee. Gleich danach führt die Straße an einem Sportplatz vorbei. Wir folgen dem Hohlweg, der uns nun leicht ansteigend, hinauf zum Weißensteinkreuz führt.

"Das Weißensteinkreuz"

Auch Müllnerkreuz genannt. Die Legende sagt, dass während der Pest 1733 an diesem Ort die Bewohner von Hüttendorf und Siebenhirten Nahrungsmittel austauschten. Dies geschah ohne persönlichen Kontakt, um die Gefahr der Ansteckung zu vermeiden. 

Wir befinden uns nun auf den Hügeln der Reisenbergen. Das Weißensteinkreuz steht an jener Stelle, wo der Rundweg beginnt und später auch wieder endet. Zunächst folgen wir dem Pfad rechts weiter. Es folgt ein kleiner Abstieg durch ein winziges Waldstück, worauf wir zu einem sehr schönen Rastplatz gelangen.
Wir betreten nun die üppige Landschaft des Rosentals. Eingebettet zwischen dem Großkugelberg im Westen und der Geißleiten im Osten, führt der Weg nun nordwestlich durch die Ebene, bis wir am Ende das kleine Waldstück Kuchlholz erreichen. Hier, am Knebelfeld, führt uns nun der Weg etwas steiler hinauf auf den Großkugelberg. Dabei marschieren wir entlang des Kuchlholzwaldes.


 


Das wunderschöne Rosental

Einblick in das Waldstück genannt Kuchlholz

Ein großer Wild-Sprung auf Tour im Rosental

Die Natur gewährt mal wieder tolle Einblicke



Nach einiger Zeit erreichen wir ein weiteres Holzkreuz und eine Holzbank, die zum Verweilen einlädt. Die Aussicht ist hier an schönen Tagen absolut zu genießen. So blickt man über die Stadt Mistelbach hinweg noch viel Weiter in den Südosten.  Am Weg zur höchsten Erhebung des Großkugelbergs gelangen wir zunächst zu einem kleinen unscheinbarer Bildstock.

"Das Bogendorferkreuz"

Es steht am Rande des Hölzls und ist ein gemauerter Bildstock. Es wurde etwa 1875 erreichtet. Die Legende erzählt, dass ein heftiges Gewitter den Bauer Josef Bogendorfer überraschte, dadurch scheuten die Pferde und rasten davon. Er gelobte, bei glücklichem Überstehen dieser Gefahr einen Bildstock zu erreichten.

Wenige Höhenmeter später stehen wir am höchsten Punkt des Großkugelbergs und haben nun einen wunderbaren Blick auf den Westen des Landes. Hier sehen wir über Aspern an der Zaya hinweg bis in den Nationalpark Leiserberge hinein.
Danach geht es langsam wieder abwärts zu den Reisenbergen. Hier wartet auch schon die nächste Gedenkstätte auf uns.

"Das Franzosenkreuz"

Dies ist ein massiver Breitpfeiler-Bildstock, der etwa um 1809 erreichten wurde. In diesen Kriegsjahren kamen französische Grenadiere ins Land. Am Wege nach Hörersdorf wurden diese jedoch von Einheimischen erschlagen und beraubt. Nach einiger Zeit, die Feinde waren aus dem Land, wurde die Tat bekannt, die Männer zur Rechenschaft gezogen und schwer bestraft.

Hier haben wir noch einmal einen wunderschönen Ausblick auf die Stadt Mistelbach, worauf ein Feldweg über einen kleinen Hügelrücken zurück zum Weißensteinkreuz führt. Im Anschluss marschieren wir den Hohlweg wieder hinab bis zur Lindenallee und stehen so wieder mitten in Hüttendorf.

 


Blick auf das Rosental und Mistelbach

Das Bogendorferkreuz am Großkugelberg

Einer der schönen Rastplätze am Weg

Das Franzosenmarterl mit Blick auf Mistelbach Stadt


Erreichbar:

Zug: S-Bahn 2, Regionalzüge
 


Karte:

Kommentare


Datenschutzerklärung