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Viehbergalm & Hochmühleck Runde
02.10.2019 22:49


EIN MEET & GREET MIT DEM KÖNIG DACHSTEIN
 

Ich habe schon einige Touren in meinem Lieblingsort Österreichs machen dürfen. Die Rede ist natürlich vom weststeirischen Bad Mitterndorf im Salzkammergut. 
Ob es nun die Simonywarte, der Lawinenstein, der Waldsteig oder eine Tour zur Skiflugschanze war, so hatte sich für mich bis dato noch nie die Viehbergrunde über das Hochmühleck ergeben.

Gemeinsam mit Steffi zog ich also los, um einen weiteren neuen Teil dieser traumhaften Gegend zu erkunden. Bei herrlichem Wetter, es war keine Wolke am Himmel zu sehen, konnten wir also so richtig in diese idylische Landschaft eintauchen. 

Ich kann diese Tour nur jedem empfehlen, der ein großer Fan des Salzkammergutes oder des Dachsteins ist. Ein Ausflug zum Hochmühleck lohnt sich ebenso. Allerdings sollte man schon mit einer etwas längeren anspruchsvolleren Tour rechnen. Unser Rundkurs hatte am Ende doch 30 Kilometer zu bieten. Doch jeder davon hat sich natürlich gelohnt.

Video:


Die Tour beginnt nahezu am Hauptplatz von Bad Mitterndorf. Zunächst folgen wir der Bundesstraße südlich zum Bahnhof Bad Mitterndorf-Heilbrunn. Weiter marschieren wir nun dem Straßenverlauf folgend und erreichen zunächst die bekannte Grimming Therme sowie den Barfußpark und Baumlehrpfad des Ortes. So schreiten wir auch am Landschaftsschutzgebiet Hackenschmidtmoos bzw. dem Lammer-Moor vorbei.

Schließlich erreichen wir das Heilbad Heilbrunn und den Salzastausee. Der Weg bzw. die Straße durch die engen Felsklüfte des Sees bis zur Staumauer ist leider schon seit Jahren wegen Steinschlag gesperrt und darf nicht betreten werden. Allerdings gibt es nach wie vor eine Bootsvermietung um den eindrucksvollen See zu erkunden. Wir folgen der Bootsvermietungszufahrtsstraße und begeben uns dann rechts hinauf entlang einer Forststraße. Hier ist die Viehbergalm auch angeschrieben. Die Straße führt seicht aber stätig bergauf. An manchen Stellen kann man zwischen den Bäumen des Waldes an der Bartleckwand zum Stausee hinabblicken. Am Bartleck macht die Forststraße dann eine Linkskurve und führt nun durch den eindrucksvollen Klausgraben.

Von den Klausgrabenwänden nahezu eingehüllt, genießt man hier fast ungestörte Ruhe. Am Ende des Tals des Klausgrabens wartet dann die hintere Klausgrabenhütte. Dies ist aber mehr ein Rastplatz mit einer Wasserstelle vor welcher eine Holzhütte steht. Es folgt nun ein etwas steilerer Anstieg entlang der Forststraße hinauf zur Rassenbachalm. Von hier aus kann man schon die ersten wunderschönen Fernblicke zum Grimming, der Tauplitz Alm, dem Lawinenstein und der Kammspitze werfen. Der steilere Anstieg endet dann am Plateau der Schneegrube und wir erreichen wenig später die alte Jagdhütte am Miesboden. Hier lohnt sich auf alle Fälle ein Besuch beim Miesbodensee, der sich exakt unterhalb des Aufstiegs zur Kammspitze befindet. Das klare Wasser lädt auf jedem Fall zum Verweilen ein.
 


Weiter geht es entlang der Straße durch das Flora-Fauna-Habitat Gebiet des Dachstein Plateaus. Dieser, nämlich der Dachstein, lässt sich dann auch schon eindrucksvoll Blicken. Vorbei am Lärchkogel erreichen wir schließlich das erste Ziel unserer Wandertour, nämlich die Viehbergalm. Dort darf die Einkehr in der Ritzingerhütte nicht fehlen. Hier treffen sich in der warmen Jahreszeit Wanderer und Radfahrer aus Allerorts.

Nach unserer verdienten Einkehr setzten wir nun unsere Tour fort. Und diese sollte uns nun nördlich durch einen schmalen Waldsteig hinauf bis zum Hochmühleck auf über 1700 Meter führen. Der Aufstieg sollte nicht unterschätzt werden. Es muss doch so einiges an Gestein und Wurzelwerk überwunden werden, ehe man mit der grandiosen Aussicht auf den Grimming, Bad Mitterndorf, Tauplitz und der Tauplitz Alm belohnt wird. Im Anschluss folgt ein einigermaßen steiler Abstieg durch den Wald bis zur Goseritzalm. Hier ist Vorsicht geboten. Der Weg hinab ist steil, schmal und von Kiesgestein bedeckt. Vor allem an feuchteren Tagen sollte man hier gut aufpassen. Teleskopstöcke!

Weiter geht es abwärts über einen etwas Breiteren aber dafür mit größeren Steinblöcken übersäter Waldweg hinab bis zur Steinitzenalm am Gschwend. Auch hier sollte man gut Achtgeben. Doch hat man diese Alm erreicht, wird es wieder deutlich angenehmer mit dem Fußmarsch. Wir marschieren nun weiter östlich durch den Wald entlang des Langmoosgraens. Erneut erreichen wir eine Forststraße, welche uns nun weiter hinab des Almgrabens führt. Letztendlich verlassen wir den Wald und erreichen den Mündungsbereich des Salzastausees und dem Pass Stein. Von hier stehen einem mehrere Rückwege nach Bad Mitterndorf zur Verfügung. Wenn noch Zeit bleibt, kann man zb. Entlang des Skulpturenparks marschieren. Wir marschieren entlang des Pulverstampfwegs über Neuhofen zurück zum Ortskern von Bad Mitterndorf und beenden hier diese tolle Tour, wo wir sie begonnen haben.
 


Infobox:

Bad Mitterndorf
Salza Stausee
Viehbergalm - Ritzinger Hütte
Miesboden
Hochmühleck

 

Karte:

Semmering Bahnwanderweg
Aufstieg auf den Loser 1.837 m

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