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ich, am Weg

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M
Wanderung Schlacht bei Wagram
14.03.2018 19:29


DORT WO DIE WEITEN FELDER WARTEN, WÜTETE EINST EINE GROSSE SCHLACHT

 

Geschichte -
Am 5. und 6. Juli 1809 tobte auf dem Marchfeld, im Bereich zwischen der Donauregion Lobau und dem niederösterreichischen Ort Deutsch-Wagram, die Schlacht von Wagram. Hier traf Napoleons französisches Truppenbündnis mit Sachsen, Bayern und Italien auf die österreichischen Truppen von Erzherzog Karl. 

300.000 Soldaten bekriegten sich am Schlachtfeld, wobei es viele Verluste, großteils aufseiten Österreichs, zu beklagen gab. Trotz Sieg erlitt Napoleon, in der größten napoleonischen Schlacht, seinen größten Gegenschlag.
Am 14. Oktober 1809 wurde mit dem "Friede von Schönbrunn" ein Friedensschluss unterzeichnet.
(mehr in der Infobox)

Video:

Der Weg zum Heimatmuseum (Ausgangspunkt):

Meine Tour begann eigentlich schon beim Bahnhof in Deutsch Wagram. Dieses ist mit Schnell- und Regionalzug einigermaßen leicht zu erreichen. Gleich rechts, neben dem Eisbahnmuseum, folgen wir der Bahnstraße entlang. Diese macht an der Kreuzung zur Hamerlingstraße einen leichten Linksbogen. Wir erreichen die Schulen von Deutsch Wagram. Hier steigen wir rechts in die Friedhofallee ein und folgen dieser bis zur Straße auf der Heide. Gleich gegenüber führt eine kleine schmale Gasse geradeaus weiter bis zur kleinen Kirche Hl. Johannes der Täufer. Nachdem wir an der Kirche vorbei sind, treffen wir auf eine Kurve der Franz Mair-Straße, welcher wir nun links bis zum Heimatmuseum folgen. Hier beginnt die eigentliche Tour der "Schlacht von Wagram".


 

Wir starten also beim Heimatmuseum oder auch bekannt als Erzherzog Karl-Haus. Dieses Gebäude, ein großer Hof, wurde 1740 erbaut und diente Erzherzog Karl vor und während der Schlacht bei Wagram als Hauptquartier. Heute befindet sich in diesen Räumlichkeiten noch ein Museum zur Schlacht von Wagram sowie das Heimatmuseum, mit Exponaten des Ortes aus der Zwischenkriegszeit sowie Kunst- und Gebrauchskeramik. 

Wir folgen nun der Bundesstraße B8 stadtauswärts und erreichen am Marchfeldkanal/Rußbach den Promenadenweg. Wir überqueren den Flusskanal. Dann steht es einem frei, in welcher Richtung man den Rundwanderweg starten möchte. Ich begebe mich zunächst in den Norden und folge einem Feldweg entlang des Baches. Nach etwa 400 Meter biegen wir links in einen weiteren Feldweg ein und marschieren nun westlich, nicht ganz einen Kilometer, weiter bis zu einer Feldwegkreuzung. Zuvor marschieren wir an einer großen Hochspannungsleitung vorbei. Schon hier kann man einen ersten Blick zurück nach Deutsch Wagram genießen. Wir folgen dem Weg nun südwestlich weiter, mit dem Blick auf die Angerner Bundesstraße. Es folgt, wenige Meter später, noch eine Weggabelung. Hier folgen wir dem Feldweg nun links und marschieren so an Aderklaa vorbei.

Heimatmuseum

Hochspannungsleitung

Feldweg entlang des Baches

Blick zurück nach Deutsch Wagram


 

Wir überqueren die Bundesstraße und folgen einem Karrenweg weiter in den Süden. Nach nicht ganz einem Kilometer erreichen wir die Marchfeldstraße auf der Höhe des OMV Werksgelände.

Südlich davon befindet sich ein kleiner Waldstreifen. Dort habe ich die ersten Frühlingsvorboten entdeckt. Es folgt nun ein wunderschöner und ewig scheinender Feldweg. Hier genießt man eine wunderschöne Fernsicht auf die Bundeshauptstadt Wien. Auf diesem eineinhalb Kilometer Wegstück begegnen wir auch einem der vielen Gedenksteine der Schlacht von Wagram.

An einer Weggabelung, dem Wegspitz zwischen Raasdorf und dem oberen Hausfeld, führt unser Weg nun links in den Osten, direkt zu einem kleinen Waldstück, welches in Mitten der weiten Felder liegt. Was es damit wohl auf sich hat?

Frühlingsvorboten

Gedenksteine der Schlacht von Wagram

Fernsicht auf die Bundeshauptstadt

kleines Waldstück


 

Dieses kleine unscheinbare Waldstück hat einen hohen geschichtlichen Stellenwert. Hier befand sich nämlich das Hauptquartier von Kaiser Napoleon im Rahmen der Schlacht von Wagram. Ich habe dieses betreten und sties selbst noch auf winzige Relikte aus vergangenen Zeiten. Auch ein kleiner gut erhaltener Schutzraum ist noch dort zu sehen.

Die Straße L3019 von Deutsch Wagram nach Raasdorf führt mitten durch den Wald hindurch. Genau dort ist auch der Napoleon Gedenkstein zu finden. Auch weitere Infotafeln zur Schlacht von Wagram sind hier zu sehen. Hier wird man doch sehr ordentlich informiert. 

Wir überqueren die Straße und folgen dem Feldweg neben dem Wald. Nach ca. 600 Meter folgen wir dem Feldweg nun links. Von nun an geht es langsam zurück nach Deutsch Wagram. Erneut begeben wir uns eineinhalb Kilometer umgeben von weiten Feldern, bis wir die Straße L3023 zwischen Aderklaa und Parbasdorf erreichen und überqueren. Wenige Meter später stehen wir vor dem Rußbach

Hier folgen wir dem Karrenweg links entlang des Bachs. Nach zwei Kilometern erreichen wir wieder die Brücke an der Angerer Bundesstraße, bzw. den Ausgangspunkt unserer Tour. Danach könnt Ihr noch einmal zum Heimatmuseum oder zurück zum Bahnhof gehen. Aber ich kann auch einen Besuch des Ortszentrums oder des Eisenbahnmuseums empfehlen.


unscheinbares Waldstück

der Napoleon Gedenkstein

 kleiner gut erhaltener Schutzraum

Rußbach


 

Erreichbar:

Zug: S-Bahn 1, Regionalzug
Bus: 495, 494E

 

Weglänge: ca. 10 - 11 Kilometer (vom Heimatmuseum/Ausgangspunkt)

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