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WW07 - Mörbisch - Draßburg
24.12.2018 10:09

Ostösterreichischer Grenzlandweg 07
23. Etappe: von Mörbisch am See nach Draßburg (28 Kilometer)
Datum:
 24. November 2018

Wer oder was ist der 07er Weitwanderweg?

(Österreichischer Weitwanderweg 07, 710 km). Der ostösterreichische Grenzlandweg 07 wurde 1979 eröffnet. Er führt durch die Bundesländer Niederösterreich, Burgenland und Steiermark und reicht vom Nebelstein im nördlichen Waldviertel nach Bad Radkersburg in der Südoststeiermark. Der Ostösterreichische Grenzlandweg ist vom Nebelstein bis Wolfsthal auch Teilstück des europäischen Fernwanderweges E8 und von Wien bis Hochstraß Teilstück des europäischen Fernwanderweges E4.
Erklärung und mehr Informationen findet Ihr im Rahmen der Alpenvereinssektion Weitwanderer! Grüße gehen raus :-)

Karte:


Meine Geschichte zur 23. Etappe:

So vergeht eine Arbeitswoche in Windeseile, denn nach dem letzten Doppelwanderwochenende war für Steffi und mich klar, das wir weiter eifrig Etappen am Ostösterreichischen Grenzlandweg sammeln wollen. Das Ostufer des Neusiedlersees war mit Illmitz (fast) erreicht, nur fährt um diese Jahreszeit keine Fähre von Illmitz nach Mörbisch. Doch dazu würden wir später noch kommen. Darum würde unser Weg am Westufer im besagten Mörbisch am See fortgeführt werden.

Fast schon traditionell trafen wir uns wieder sehr zeitig am Morgen am Wiener Hauptbahnhof, lösten unser Ticket, gönnten uns einen Kaffee beim Bäcker und besorgten Vorrat für diese Tour. Dann stiegen wir in die S-Bahn und fuhren los. Später stiegen wir noch in einen Bus um, der uns hinab nach Mörbisch brachte. Schon hier wurde uns klar, es würde uns ein relativ mildes aber regnerisches Wetter erwarten. Dass es nicht sonderlich gemütlich werden würde, zeigte wohl auch die Tatsache, das wir alleine im Bus hockten. *gg*

In Mörbisch angekommen, marschierten wir zunächst hinaus zur Seebühne am Neusiedlersee, welche ca. 2 Kilometer außerhalb des Ortes liegt. Doch das wollten wir uns nicht nehmen lassen, dem See zumindest vorerst einmal ganz nahe zu sein.  Somit konnten wir diese Tour nun offiziell starten. Zurück in Mörbisch besuchten wir einen alten Greissler und besorgten einige regionale Produkte für unterwegs. Das Wetter schwenkte nun stets um und es wurde zunehmend windiger, manchmal auch etwas stürmisch. Immer wieder zogen Regenfelder über uns hinweg. 

Und dann war da noch die Sache mit meinen kaputten Wanderschuhen. Schon kurz vor Rust bemerkte ich, das meine beiden "Ersatz-" Wanderschuhe undicht waren. Beide hatten an der Sohle bereits Risse, so das stets Wasser hindurchdrang und ich schon nach wenigen Kilometern nasse Füße hatte. In Anbetracht einer Tour über 25 Kilometer also nicht sehr erstrebenswert. Doch dann widerfuhr mir ein kleines Wunder gepaart mit Raffinesse. In St. Margarethen hatte doch tatsächlich ein einziges Lebensmittelgeschäft geöffnet, welches gleichzeitig eine Trafik/Post war. Und dort gab es Textilwaren zu kaufen! Hurra!

So kaufte ich mir zwei Paar dicke Wollsocken und hatte somit wieder trockene Füße. Doch nicht nur das. Ich besorgte mir von der Post zwei kleine Handplastiksackerl und stülpte sie zusätzlich über meine Füße drüber, damit das eindringende Wasser in den Schuhen nicht direkt die Socken und dann meine Füße erreichen sollte. Und das klappte tatsächlich! Bis zum Ende hatte ich keine nassen Füße mehr. Damit konnte ich die restliche Tour also noch richtig genießen. Und diese hatte doch noch so einiges zu bieten.

So kamen wir über weite Felder mit toller Fernsicht noch nach Siegendorf und später zu unserem Etappenziel, nämlich Draßburg. Und dort mussten wir beim Bahnhof auch nicht mehr lange warten, bis uns der Zug wieder wohlbehalten nachhause brachte. Eine regnerische, aber am Ende doch sehr schöne Tour fand damit ihr Ende.


Blick auf den Neusiedlersee

Die Seestraße in Richtung Mörbisch

Der Weg ist gut markiert

Die Seebühne Mörbisch

Kirche in Mörbisch


Wegbeschreibung:

Offiziell starten wir diese Etappe bei der Seebühne in Mörbisch gleich neben dem Seebad. Nach dem großen Parkplatz führt nur eine einzige Straße stegartig durch das Schilf zurück nach Mörbisch. Diese Straße nennt man L316 Seestraße und ist ca. 2 Kilometer lang. Sie führt uns bis zur Hauptstraße in Mörbisch zum Cafe Restaurant Sommer. An der Kreuzung kann man auch die Kirche von Mörbisch gut erkennen. Wir überqueren die Hauptstraße und folgen nun der Dr.-Wurditsch-Gasse geradeaus bis zur Ecke Hauerstraße. Dort biegen wir rechts ab.

Wir folgen nun der Hauerstraße geradewegs in den Norden bis aus der Straße dann der Güterweg Rust wird. Dieser führt uns aus Mörbisch hinaus. Etwas außerhalb gabelt sich der Güterweg. Wir wählen die rechte Route und bleiben am Güterweg Rust und folgen diesem weiter geradeaus. Nun bewegen wir uns zwischen dem Schilf des Neusiedlersees und dem St. Margarether Gemeindewald. Nach knapp 3 Kilometern und kurz vor der Stadt Rust, biegen wir nun links ab und marschieren nun westlich auf den St. Margarethen Berg hinauf. Hierfür folgen wir dem Güterweg St. Margarethen-Goldberg. Nach der Hügelkuppe marschieren wir nördlich vom Gemeindewald wieder hinab in Richtung St. Margarethen im Burgenland, welches wir 2 Kilometer später auch erreichen.

 


Wind und Regen verderben unsere Laune nicht

Tolle Steinskulpturen auf dem Weg nach St. Margarethen

Kirche von St. Margarethen im Burgenland

Blick über Weinfelder und Schilf zum Neusiedler See

Blick zurück auf Mörbisch am See

Am Martinsweg in Richtung Fasangarten



Haben wir den Ort erreicht, folgen wir dem Straßenverlauf weiter westlich auf der Triftgasse. Dieser folgen wir eine ganze Weile, bis wir den Hauptplatz von St. Margarethen sowie die kleine Kirche erreichen. Hier biegen wir nun links in die Siegendorfer Straße ein und folgen dieser südlich hinab bis zur Ecke Milchgrubweg. Hier biegen wir rechts ein und folgen der Straße westlich bis wir den Nodbach erreichen, überqueren und somit St. Margarethen verlassen. Nun folgen wir einem Karrenweg durch Weinreben hindurch. Dabei überqueren wir einen weiteren Güterweg bis wir eine Karrenwegkreuzung erreichen. Nun biegen wir links bei der Markussäule ab und folgen dem Weg entlang des Markusweg in den Südwesten.

Nun bewegen wir uns links von den Mauern des Fasangartens, einem größeren Waldstück eines Schlosses, bis wir auf der Höhe des Fabrini Teichs die wunderschöne Hutweide erreichen. Von hier aus hat man einen tollen Blick auf den Schneeberg und weitere tolle Orte im Südwesten des Landes. Wir folgen nun dem Pfad über die Hutweide bis wir einen betonierten Güterweg erreichen, welchen wir nun links südlich hinab nach Siegendorf folgen. Durch Siegendorf kann man entweder direkt an der Eisenstädterstraße gehen oder man wählt die kleine Schlaufe an der Hauptstraße.

 


Die Laune ist trotz Regen immer noch gut

Die Hutweide in ihrer vollen Pracht

Draßburger Straße

Tolle Aussicht von der Hutweide

Wir folgen weiter unserem Weg

Etappenziel erreicht



Der Weg hinaus aus dem Ort wird jedoch dann über die Eisenstädterstraße eingeschlagen und man erreicht ein kleines Industriegebiet außerhalb der Stadt sowie einen großen Kreisverkehr. Hier folgen wir dann aber dem Wegverlauf weiter südwestlich entlang der Drassburger Landstraße. Nach wenigen Metern macht die Straße einen markanten Linksschwenk und führt uns dann direkt in den Nachbarsort Zagersdorf.

Dort angekommen kann man nun entweder über die Drassburger Landstraße direkt nach Draßburg marschieren oder man wählt die Variante über den Güterweg, welche nicht weit weg neben der Landstraße erfolgt. Der Bahnhof Draßburg befindet sich dann auf der Ostseite des Ortes, nicht weit weg vom Hauptplatz.

Etappe geschafft !!!
 


Foto von Stefanie Bartl

Foto von Stefanie Bartl

Foto von Stefanie Bartl

Foto von Stefanie Bartl


Infobox:

Mörbisch am See
St. Margarethen im Burgenland
Siegendorf
Draßburg
Ostösterreichischer Grenzlandweg 07

Ostösterreichischer Grenzlandweg 07 (Ich, am Weg)


Karte:


WW07 - Frauenkirchen - Illmitz
WW07 - Draßburg - Sieggraben

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