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ich, am Weg

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WW07 - Nickelsdorf - Frauenkirchen
23.12.2018 18:57

Ostösterreichischer Grenzlandweg 07
21. Etappe: von Nickelsdorf nach Frauenkirchen (26 Kilometer)
Datum:
 17. November 2018

Wer oder was ist der 07er Weitwanderweg?

(Österreichischer Weitwanderweg 07, 710 km). Der ostösterreichische Grenzlandweg 07 wurde 1979 eröffnet. Er führt durch die Bundesländer Niederösterreich, Burgenland und Steiermark und reicht vom Nebelstein im nördlichen Waldviertel nach Bad Radkersburg in der Südoststeiermark. Der Ostösterreichische Grenzlandweg ist vom Nebelstein bis Wolfsthal auch Teilstück des europäischen Fernwanderweges E8 und von Wien bis Hochstraß Teilstück des europäischen Fernwanderweges E4.
Erklärung und mehr Informationen findet Ihr im Rahmen der Alpenvereinssektion Weitwanderer! Grüße gehen raus :-)

Video:


Meine Geschichte zur 21. Etappe:

Meine Rückkehr zum 07er Weitwanderweg hatte sich natürlich herumgesprochen. Immerhin hatte ich wieder Fotos gepostet und den Videoclip online gestellt. Und so kam es, das sich eine ganz liebe Freundin meldete, die ja schon damals an jenem Wochenende mit dabei war, als ich in der Gruppe um Peter, Margit und Henrike meine Mission des Ostösterreichischen Grenzlandweges startete. Nämlich Stefanie "Steffi" Bartl. Sie begleitete uns damals bei der Etappe "Orth an der Donau - Hainburg" und "Hainburg - Kittsee", jene Tour die ich als meine Tour des Jahres 2017 gewählt hatte. 

Doch dieses besagte Wochenende damals war nicht nur für mich der Start dieses Abenteuers, sondern auch für sie. Und Steffi hatte bislang ihren eigenen Weg eingeschlagen. Und auch darüber hinaus war sie in diesem Jahr sehr aktiv. So wanderte sie in Spanien am Jakobsweg, bestieg unter vielen anderen Bergen auch den Groß Venediger und begann eine Laufbahn als Nordic Walkerin und Läuferin. Hut ab! 
Doch war es eben der Ostösterreichische Grenzlandweg, der uns wieder zusammenführte. 

Eigentlich hätte ich schon das Wochenende davor weitergehen wollen, aber Steffi fehlte eben noch die 20. Etappe von Kittsee nach Nickelsdorf, die ich am 3. November gemacht hatte. Sie wollte diese Etappe nachholen, denn dann würden wir beide gleichauf sein und könnten daher nun gemeinsam so viele weitere Etappen wie nur möglich bewältigen. Das war natürlich für mich ebenso motivierend, denn alleine wandern ist zwar eine schöne Sache an sich, aber manchmal ist es auch sehr angenehm, wenn man so eine tolle Begleitung hat. Und so kam es dann auch. Steffi holte diese Etappe nach und am 17. November beschlossen wir gemeinsam von Nickelsdorf nach Frauenkirchen zu wandern. 

Wir trafen uns schon sehr früh am Morgen beim Wiener Hauptbahnhof, lösten unser Bahnticket, genossen einen Kaffee beim Bäcker und besorgten unseren Vorrat für die Tour. Das sollte für die kommenden Touren zur Tradition werden. Wenn man weis, das da Jemand ist, der auf einen wartet und wandern gehen möchte, steht man doch gerne um halb sechs Uhr morgens auf. Und so fuhren wir nach Nickelsdorf und startete diese Tour. Und das Wetter meinte es gut mit uns. Erneut durften wir uns über wunderschönes herbstliches Wanderwetter freuen. Die Fernsicht war mir wieder hold. Und das ist genau meines. Ich möchte soviel wie möglich sehen können.

Aber nicht nur das. Vor Halbturn legten wir - zwar unfreiwillig aber dann doch zufrieden - einen Umweg zur Österreich-Ungarn Grenze ein. Und mit diesem Grenzübergang verbindet mich eine spannende Zeit beim Bundesheer. Denn hier stand ich damals 2004 als Grenzsoldat für 1,5 Monate. Seitdem hat sich dort so einiges verändert, aber ich fand es sehr schön mal wieder an jenem Ort zu verweilen, wo ich oft stundenlang und durch die Nacht Wache gehalten hatte. In Halbturn selbst besuchten wir noch das Schloss und legten eine Pause im dortigen Restaurant ein. Dort gibt es wirklich sagenhaft gute Torten.

Am Ende folgten wir noch der Frauenkirchner Landstraße bis nach Frauenkirchen und besuchten noch anständigerweise die Basilika. Auch hier war ich schon 2007 gewesen, als ich mit meinem Vater einen Kurzurlaub in St. Andrä am Zicksee machte. Am Ende war es ein gelungener Tag mit Steffi on Tour. Und beide verspürten wir nun die Freude am Etappensammeln und machten uns noch vor der Heimfahrt aus, schon am nächsten Tag diese Tour fortzusetzen. Und das würden wir auch tun. Doch zunächst traten wir mal die Heimreise via Bahn an.


Kirche in Nickelsdorf

Das Land der Windräder an den Neubruchäckern

Der alte Kleylehof

Blick zurück auf Nickelsdorf

Ich und die Weitwander- und Bergsteigerin Stefanie Bartl :-)



Wegbeschreibung:

Wir starteten diese Tour am Nickelsdorfer Bahnhof und marschierten sogleich an der Bahnstraße südöstlich hinab bis zum östlichen Ortsrand von Nickelsdorf. Dort trafen wir auf die B10, der unteren Hauptstraße. Hier bogen wir rechts ab und bewegten uns in Richtung Ortszentrum. Bei der östlichen Ortskirche führte der Weg uns nun südwestlich entlang der Lindegasse hinab bis zur Weinberggasse. Wir übersetzten eine Kreuzung und bogen schließlich links ab und bewegten uns nun an den südlichen Ortsrand von Nickelsdorf. Gleich nach dem Ortsschild wird die Straße zum Karrenweg, welcher aus Nickelsdorf hinausführt.

Nach einem starken Kilometer folgte eine Kreuzung. Hier muss man dann aufpassen, denn der weitere Weg, der links nach der Übersetzung der Kreuzung führt, ist nicht gut sichtbar und auch nicht markiert. Man ist aber auch zu sehr von den vielen Windrädern an den Neubruchäckern abgelenkt. Jedoch findet man leicht wieder auf den eigentlichen Weg zurück. Trotzdem sollte man hier etwas genauer schauen. Wenige Meter später erreicht man die Unterführung der A4 Ost Autobahn. Hat man diese passiert, führt der Weg weiter zwischen den Neuriss- und Bergeäckern in den Süden.

 


Der Weg ist sehr gut markiert

Das Team am Weg

An der Österreich-Ungarn Grenze bei Halbturn

Nahe der Hubertuskapelle

Der bekannte Wittmannshof

Hauptplatz Halbturn an der Budapester Straße




Es folgt ein mäßiger Aufstieg zu einem kleinen Waldstückchen, welches man aber gleich wieder hinter sich lässt. Erneut kann man viele schöne Windräder über den Saidoäcker erblicken. Der Karrenweg führt uns nun weiter bis wir den Güterweg Nickelsdorf-Kleylehof erreichen. Hier biegen wir links ab und folgen nun einer asphaltierten Straße weiter in den Süden. Nach weiteren 1,5 Kilometern erreicht man dann den alten und schon etwas heruntergekommenen Kleylehof. Hier biegen wir nun rechts ab und folgen dem Weg in den Karlwald hinein. Doch gleich nach dem Betreten führt uns eine Linkskurve in den Güterweg Halbturn-Wittmannshof-Kleylehof. Dies ist nun eine etwas längere Allee durch den Wald.

Beim Verlassen des Waldes treffen wir zu unserer Rechten noch auf die kleine Hubertuskapelle. Zu unserer Linken erstreckt sich das obere Fuchsenfeld. Von hier aus erblickt man schon die Österreich-Ungarn Grenze. Wir folgen dem Güterweg, der nun einen sanften Linksschwenk macht, weiter bis zum Wittmannshof. Und hier verplaudern Steffi und ich uns ein wenig, und schlagen eine andere Route ein, als vorgesehen. Doch aus der Not wird eine positive Tugend, denn der Weg in den Süden führt uns genau zum Grenzübertritt Halbturn. Dort wo ich als Grenzsoldat im Jahr 2004 verweilt hatte. Und so können wir auch für einen Moment die Nachbarn beim Albrecht Kasimir Hof besuchen, ehe wir über Halbturner Landstraße nach Halbturn hinein gehen. An der Budapester Straße kommen wir wieder mit dem originalen Weg zusammen. Dies war aber kein allzu großer Umweg.

 


Das Schloss Halbturn

Entlang der Frauenkirchner Landstraße

Die Basilika in Frauenkirchen

Einkehr im Schlossrestaurant

Das Etappenziel haben wir erreicht

Ein Finisher Foto darf nicht fehlen *gg*



Wir folgen nun der Erzherzog-Friedrich-Straße in den Süden hinab bis wir die Quergasse erreichen. Hier biegen wir rechts ab und marschieren bis zur Ecke Frauenkirchner Straße, welcher wir nun links hinab folgen. Hier ist Vorsicht geboten, denn man marschiert mitten auf der L306, der Frauenkirchner Landstraße. Hier erreichen wir noch das Rote und das weiße Kreuz. An den Inneren-Landäckern vorbei erreichen wir nach weiteren 4 Kilometern nun das Ortsschild von Frauenkirchen. Dort wird die Landstraße zur Halbturnerstraße, welche uns bis zum Kirchenplatz und der Basilika von Frauenkirchen führt. Im Anschluss sind es noch weitere 1,5 Kilometer vom Kirchenplatz bis zum Bahnhof, welchen wir über die Hauptstraße und der Esterhazygasse sowie der Bahnstraße erreichen. Der Bahnhof ist im Ort aber gut beschildert.

Etappe geschafft !!!

 


Foto von Stefanie Bartl

Foto von Stefanie Bartl (so mache ich meine Intros *gg*)


Infobox:

Nickelsdorf
Halbturn
Frauenkirchen
Ostösterreichischer Grenzlandweg 07

Ostösterreichischer Grenzlandweg 07 (Ich, am Weg)


Karte:

WW07 - Kittsee - Nickelsdorf
WW07 - Frauenkirchen - Illmitz

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