10
Fe
Znojmo 1/2 - Wanderweg Znojmo - Granice
10.02.2020 19:26


EINEN BLICK INS THAYATAL WERFEN & DURCH DAS GRANITZTAL SCHLENDERN

 

Mein besuchter Ort:
 

Stadt: ZNOJMO


Land: Tschechische Republik 
Landschaftskreis: Mähren

Anreise:

Zug (aus Wien):
(Flixbus) Wien Pratertern (Fahrzeit ca. 1 Std. 30 min) 

Auto (aus Wien):
Autobahn 330 / ab Kleinhaugsdorf Autobahn 38

Video:

Der Rundwanderweg Znojmo - Granice

Znojmo (dt.: Znaim) liegt nur unweit entfernt der österreichischen Grenze in der südmährischen Region. Auch liegt sie auf einer großen Felszunge angrenzend an das schöne Thayatal, welches durch Hügel und Wälder durchzogen ist.

Nahe, oder direkt aus Znojmo kommend, liegen einige kurze Spaziergehwege als auch mittlere Wanderwege und Tagesmärsche. Der Rundwanderweg Znojmo - Granice besteht im Grunde aus zwei zusammengefassten Wanderwegen. Zuerst startet man in der Altstadt und folgt der grün weißen Markierung, welche für den Weg Znojmo-Granice steht. 

Im Granitztal endet dieser Weg und wir folgen dem blau weißen Pfad entlang der Granitz zurück in die Altstadt. Diese Runde ist um die 14 Kilometer lang und bietet einen kurzen, jedoch schönen Einblick in die natürliche Vielfalt Znojmos.


Der grün weiß markierte Wanderweg Znojmo-Granice startet offiziell bei der Straße zur Burg Znojmo, direkt neben dem Museum. Wenige Schritte davon entfernt erreicht man eine steinerne Terrasse, von der man eine schöne Aussicht auf das schöne Grenztal zu Hradiste hat.

Nun führt der Weg über einen steileren Weg hinab in dieses besagte Tal. Unten erreicht man die Staumauer der Thaya und überquert den kleinen Bach der Granitz, ehe man über einen felsigen Serpentinenweg hinauf die St. Antonin Kapelle erreicht. Die Aussicht belohnt für den anspruchsvollen Anstieg. 

Nachdem man durch Infotafeln über die Altstadt Znaims informiert wird, marschiert man nun geradewegs durch den kleinen gemütlichen Ort Hradiste. Die Kirche St. Hypolit erinnert durch ihre Farbe ein klein Wenig an die Wallfahrtskirche Mariazell.

Am westlichen Rande der Stadt schreitet man schließlich noch durch einen kleinen Torbogen, ehe man erkennt, dass Hradiste früher einmal von einer Burgmauer umgeben war. Stets begleiten uns die wirklich gut erkennbaren Wegweiser. Eine Karte ist nicht wirklich notwendig.

Nun verlassen wir das Stadtgebiet und begeben uns langsam in die Weinbaugebiete von Znojmo und Hradiste. Einige weite Felder kann man hier noch betreten, welche eine schöne Aussicht auf die Stadt und das Thayatal garantieren.

Eine größere Infotafel erklärt uns schließlich, dass wir uns nun in den Nationalpark des Thayatals begeben. In kurzen Worten wird einem hier die Flora, Fauna sowie die Tierwelt erklärt. Die Tafel steht am höchsten Punkt des Lad Nomen auf 300 Meter. 

Nun folgt ein zügiger Abstieg, schon im Wald des Nationalparks, bis fast hinab zur Thaya, welche sich durch das enge Gestrüpp aber nur ganz kurz zeigt. Schließlich folgt dann der Aufstieg über Steige und Holztreppen hinauf auf die Hügelkette Kocici Udoli auf ca. 350 Meter.

Entlang der Hügelkette bietet sich einem eine grandiose Aussicht auf die Altstadt von Znaim, als auch eine herrliche Fernsicht über die bewaldeten Hügeln fast bis nach Österreichs Grenzen. Einige Rastplätze laden zum Verweilen ein.

Der Gang entlang der Hügelkette folgt über einen schmalen aber gut angelegten Waldweg, der einem ziemlich nah an die Felskanten bringt.

Am höchsten Punkt des Kraluv Stolec verlassen wir dann den Weg entlang des Thayatals. Ein kleines Holzpavilion auf einem Felsvorsprung lädt ebenfalls noch einmal zu einer kleinen Pause ein.

Ein letzter Blick zurück auf Znaim und auf die Thaya lassen einem zwar etwas Wehmut spüren, aber diese Tour ist zu diesem Zeitpunkt noch lange nicht zu Ende und es sollen noch andere tolle Orte folgen.

Nun wandert man weiter in den Norden durch den Wald des Nationalparks und gelangt so zu einer kleineren Schlucht. Durch diese führt der kleine Bach Masovicky Potok, welcher aus dem Ort Masovice entspringt. 

Nach einiger Zeit gelangt man jedoch an den nördlichen Rand des Waldes und steht sogleich vor einer großen Wiese namens Panske Velke. Eine Schnellstraße teilt diese in zwei Bereiche auf. Im Westen ist Masovice zu sehen. Der Weg führt über die Straße und weiter nordöstlich über einen Karrenweg in das nächste Waldstück hinein. 

Der Waldweg führt direkt an einem alten Jagdhaus vorbei, ehe ein etwas steilerer Abstieg einen hinab ins Granitztal bringt. Man erreicht den Bach und einen weiteren breiten Weg samt Infotafel. Hier endet nun der grün weiß markierte Weg und folgen nun der blau weißen Markierung, die den Weg durch das Granitztal kennzeichnet. 

Infotafeln erzählen die Geschichte des Granitztals und welche Bedeutung es noch heute für diese Region hat. Auch wird auf den Weg durch das Granitztal eingegangen. Allerdings muss man der tschechischen Sprache mächtig sein um diese Informationen lesen zu können. 

Der Weg durch das Granitztal erfolgt nun wieder in den Osten. Man folgt dem Bach und dem toll beschilderten Weg bis man den kleinen Märchenpark erreicht. Geschnitzte Holzfiguren erzählen die Geschichte von Rotkäppchen. 

Etwas weiter kann man in der Ferne schon die Häuser von Znojmo erkennen. Doch das Granitztal bietet wahrlich noch mehr. So erreicht man wenig später einen höchst interessanten Waldpark. Hier wird spielerisch mittels Infotafeln der Lebensraum von Pflanzen und Tieren erklärt. Geschnitzte Tiere in Lebensgröße lassen dem Besucher ein Gefühl dafür bekommen, wie das Leben im Wald erscheinen kann.

Wiederum etwas später folgt erneut ein Infolehrpfad zum Thema Pilze im Wald. Auch Insektenbehausungen findet man hier in Hülle und Fülle und lassen dem Naturfreund die Herzen höher schlagen. Ich muss nicht erwähnen, dass es auch hier viele kleine aber gemütliche Rastplätze gibt. 

Letztendlich erreicht man wieder das Grenztal zu Hradiste worauf man über den Anstieg wieder hinauf zum Schloss Znaim und Museum gelangt. Ein wirklich schöner Wanderweg, welcher einem in 4-5 Stunden die Natur der Region näher bringt.

Fazit Wanderweg:

Der Weg ist bei einer gemütlichen Marschgeschwindigkeit in 4-5 Stunden gut schaffbar. Wer sich aber die Zeit zum Entspannen gönnen will, der sollte die vielen Ruhe- und Rastplätze nutzen. Der Ab- und Aufstieg über das Grenztal zu Hradiste ist zwar relativ steil, aber kurzweilig und sollte kein Hinderniss darstellen. Die Blicke auf die Thaya und zurück auf die Altstadt von Znaim dürfen ruhig genossen werden.

Das Granitztal bietet mit dem Märchen- und Waldpark ein einzigartiges Erlebnis und dürfte vor allem auch für ein jüngeres Publikum interessant sein. Wer also einmal in die Nähe von Znaim kommt, und einen kurzen Einblick in die Natur dieser Region werfen möchte, dem empfehle ich diese gemtüliche Route. Sie ist super beschildert und markiert. Ihr braucht keine Karte. Nur viel Zeit und Lust am Marschieren. 



Karte:

Kommentare


Datenschutzerklärung