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ich, am Weg

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GGRW Ziersdorf
21.11.2019 20:02


STEFANIE & ICH ERKUNDEN DAS SCHÖNE SCHMIDATAL IM HERBST !!!

 

Der Grossgeimeinde Rundwanderweg Ziersdorf erstreckt sich rund um den besagten Ort. Ziersdorf liegt im Bezirk Hollabrunn oberhalb des Tullerfeldes bzw. dem Wagramgebiet und erschließt mehrere Katastralgemeinden, die im Rahmen des Rundwanderweges auch erreicht werden. Dazu gehören die Orte Dippersdorf, Fahndorf, Gettsdorf, Großmeiseldorf, Hollenstein, Kiblitz, Radlbrunn, Rohrbach sowie Ziersdorf selbst.

Diese Region verfügt über eine Vielzahl an Wanderwegen, die in Summe ein kleines Netz durch das schöne Schmidatal spannen. Der Rundwanderweg ist mit seinen 33 Kilometern jedoch der längste Wanderweg und führt fast zu allen Ecken und Enden des Schmidatals. Start und Ziel ist der Bahnhof in Ziersdorf. Und so machen sich meine bessere Hälfte Stefanie und ich uns auf die Reise durch das schöne Schmidatal.

Video:


Start am Bahnhof Ziersdorf

Das St. Gotthards Bründl

Ziersdorf Kellergasse

Eines der vielen Materl am Weg

Ziersdorf, ein Bründl und der Weg nach Radlbrunn

Ja, wir haben uns bewusst dafür entschieden, den Rundwanderweg in die entgegengesetzte Richtung zu marschieren. Dies hat zunächst zur Folge das wir, aufgrund der darauf entgegengesetzten Markierungsschilder, nicht gleich auf den eigentlichen Weg finden. Und so starteten wir direkt beim Bahnhof in Ziersdorf, wo wir uns östlich vorbei an der Kellergasse auf den Weg machten. Zierdsorf wurde erstmals um 1100 als Ziehgeißdorf urkundlich erwähnt. Auch liegt Ziersdorf an der Kaiser Franz Josefs Bahn, die damals ein wichtiger Anschlusspunkt darstellte.

Auch ist der Ort bekannt für sein Ziegelmuseum. Anstatt entlang des kleinen Raritzbaches, wanderten wir entlang der Bundesstraße nach Radlbrunn. Doch einen Vorteil hatte dies. So fanden wir, etwas versteckt, das kleine St. Gotthards Bründl. Ein markierter großer Stein sowie eine Infotafel erzählen dessen Geschichte. Wir sind auch abwärts in den kleinen Graben gestiegen, um den Quellenursprung zu finden. Und ja, wir haben ihn auch entdeckt. Im Anschluss marschierten wir weiter über die Bundesstraße in das besagte Radlbrunn.


Radlbrunn, Holzschnitzereien und die Hiatahütte

Westlich der Hornerstraße gelegen, liegt der Ort an der Erhöhung des Geißberges und am kleinen Raritzbach. Schon am Ostende des Dorfes, wo wir ankommen, befindet sich ein kleiner schöner Rastplatz mit Bänken in einem Mauerngebilde erschlossen, welches das Wappen und den Namen Radlsbrunns trägt. Wenig später erreichen wir die Pfarre Ravelsbach. Wie Ziersdorf wurde auch Raldbrunn, im Zuge der Pfarrgründung erstmals um 1100 urkundlich erwähnt. Vor der Pfarre finden wir einen Holzrahmen vor, indem ein schönes geschnitztes Bildnis auf uns wartet.

Der ehemalige Landeshauptmann Niederösterreichs, Erwin Pröll, ist hier geboren und lebt auch heute noch dort. 1971 erfolgte der Zusammenschluss mit der Gemeinde Ziersdorf. Westlich des Ortes wartet ebenfalls eine schön verzierte Kellergasse auf uns. Etwas weiter abgelegen, an Weinfeldern erbaut, steht die kleine Hiatahütte. Die Hiatahütte wurde bereits renoviert und diente vor langer Zeit dem sogenannten „Hiata“ als Bleibe in der Zeit der Weintraubenernte. Er fungierte sozusagen als Wachorgan über die Weinfelder.

Holzschnitzerei in Radlbrunn

Hiatahüttn (by Stefanie B.)

Kellergasse Radlbrunn

Karrenweg am GGRW


Kirche in Großmeisldorf

Rast am Güterweg Sulzbrunn

Unterführung der Bundesstraße

Weinfelder, Biotoplandschaften und Großmeisldorf

Weiter wandern wir nun durch die schöne Landschaft des Rundwanderwegs durch das Schmidatal. Schließlich gelangen wir in den Ort Großmeisldorf. Früher hieß dieser Ort Misselbornhof und wurde erstmals 1170 so genannt. Im Laufe der Zeit ging der Besitz über die Kenringer, Maissauer und das Chorherrenstift Dürnstein über. Auch die Herren von Radlbrunn waren hier Lehensnehmer und erhielten um 1423 einen Hof. Markant sticht dabei der Melkerhof heraus, welcher auch Scheidelhof genannt. Wird. Dieser war 1567 im Besitz des Melker Hofmeisters.

Die schöne Ortskirche befindet sich auf einer kleinen Anhöhe, welche wir auch besuchen. Etwas weiter außerhalb befindet sich der Steinbruchgraben, welchen wir aber nicht folgen. Wir marschieren entlang einer Feldstraße bei den Suchentrunkgründen wo wir später auf einen weiteren netten Rastplatz stoßen. Ein steinerner Tisch samt steinernen Stühlen mit Blick auf Großmeisldorf lädt zum Verweilen ein.


Weite Felder, Künstler und verträumte Orte

Weiter geht es nun westlich durch die Unterführung der Bundesstraße und der Übersetzung der Franz Josefs Bahnstrecke weiter über die schönen weiten Felder der Salzlüssen und der Meiseldorfer Felder. Kurz vor unserem Eintreffen in Gettsdorf, wartet etwas weiter außerhalb schon ein kleiner Bildstock. Von hier aus kann man bereits die Erhebungen des Kranbergs erkennen.  Gettsdorf hieß früher Gotzeinsdorf und wurde erstmals im 14. Jhd. Erwähnt. Geschichtlich verbunden ist der Ort mit Radlsbrunn bzw. Ravelsbach.

Die ältesten Überlieferungen gab es nach dem Dreißigjährigen Krieg, beziehen sich aber die Kirche. Anselm Steyrer, Mathematiker und Architekt, war der bekannteste Pfarrer. Er schuf auch den Entwurf der Ortskirche. Die große schlossartige Pfarrhofanlage gehört genau so zu den Sehenswürdigkeiten wie das Kriegerdenkmal vom Bildhauer Werner Marinko und die Statue des Hl. Florian. Der Ort liegt auch am kleinen Ravelsbach, welchem wir nun weiter westlich aus dem Ort hinausfolgen. Über eine kleine schöne Allee marschieren wir weiter zur kleinen Ortschaft Hollenstein, die durch eine kleine schöne Kapelle überzeugt.

Marterl an den Salzlüssen

Gettsdorf

Bauernstadl in Gettsdorf

Ausblick in den Westen


Aufstieg auf den Kranberg

Entlang am großen Feld

Aussicht vom Kranberg

Blick in den Westen auf Ziersdorf

 

Wunderbare Aussicht über das Schmidatal

Nun folgt ein Charakterwechsel, denn es geht aufwärts. Über einen Karrenweg wandern wir über den Teichbergausläufer hinauf auf den Kranberg. Von hier aus sieht man bereits in den weiten Norden des Tals. Durch einen kurzen Aufstieg durch den Wald erreichen wir einen kleinen Aussichtsbereich am Kranberg. Hier steht eine kleine Holzhütte mit Tisch, welche zum Rasten einlädt.

Gleich daneben, auf einem kleinen Hügel steht eine Holzbank. Von hier aus kann man auf bereits Zurückgelegtes blicken. Weiter marschieren wir über die weiten Felder, bzw. durch eine große Waldlichtung, der Oberhohenau. Es geht sanft abwärts und wir erkennen kurz vor unserem Eintreffen den kleinen, durch Erhebungen umschlossenen, Ort Fahndorf.


Fahndorf, Bründlberg und das abendliche Kiblitz

Am südlichen Ende des Hügellandes, welches ins Schmidatal abfällt, liegt der Ort Fahndorf. Hier entspringt auch eine der beiden Quellen des Rohrbaches. Die andere Quelle entspringt im Ort Kiblitz, den wir auch noch erreichen werden. Der Rohrbach mündet in die Schmida. Im Jahre 1110 fand Fahndorf erstmal Erwähnung in Form einer Einweihungsurkunde. Damals wurde der Ort noch Vogindorf genannt. Heraus sticht die spätbarocke Pfarrkirche in der Ortsmitte. Etwas weiter östlich steht die Figur des heiligen Florians auf einem runden Volutenpostament aus dem 19. Jhd. 1932 wurde hier ein Kriegerdenkmal errichtet, welches an die Gefallenen und Vermissten des Ortes aufmerksam macht.

Die 300 Meter lange Kellergasse im Graben der westlichen Auffahrt ist mit seinen 43 Kellern bestimmt ein Hingucker. Wir rasten hier am Spielplatz und marschieren dann weiter entlang von Weinstöcken und Feldern bis in den Nachbarort Kiblitz. Dieser wurde 1140 erstmals erwähnt und war unter dem Namen Chubilizi bekannt. Die Grundherrschaft hatten im Jahr 120 sowohl das Passauer Domkapitel als auch das Dominikanerkloster von Retz.

Spaß muss immer sein!

Weinlandschaft

Blick auf Fahndorf

Kapelle in Kiblitz


Rastplatz am Bründlberg

Rohrbach am Abend (by Stefanie B.)

Bildstock Fronauwald

Der Bründlberg, Fronauer Wald und Rückkehr über Rohrbach

Langsam nähert sich unsere Tour dem Ende und der Herbstzeit geschult wird es auch langsam finster. Wir steigen dem Bründlberg hinauf. Auch hier gibt es ein Pavillon aus Holz mit Tischen und Stühlen mit einer sagenhaften Aussicht die bei günstigem Wetter sogar bis zum Ötscher reicht. Es folgt ein Marsch durch den Fronauer Wald, wobei wir einem schönen, in Holz gestanzten, Bildstock mit Verzierungen und Schmuck begegnen. Etwas weiter gelangen wir an eine markante Kreuzung mit einem Jesukreuz. Hier treffen sich mehrere Wanderwege.

Wir folgen unserem Rundweg in den Südwesten hinab bis nach Rohrbach. Um 1230 bezog das Passauer Domkapitel hier mehrere Zehenten.  Auch ein evangelischer Friedhof wurde hier einst angelegt. Im 17. Jhd verwaiste jedoch die Pfarre und wurde daraufhin wieder mit einem katholischen Pfarrer besetzt. Weiter marschieren wir, nun schon in die Nacht hineinschleichend, nach Dippersdorf, welches 1230 erstmals namentlich auftauchte und aus dem Wort Diepolz geleitet wurde. Letztendlich erreichten wir wieder vergnügt unseren Ausgangspunkt Ziersdorf und schlossen somit den Grossgemeinde Rundwanderweg ab.


 

Natur & Landschaftsfotos
von Stefanie seht Ihr
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