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Ja
Jihlava - ein historischer Marktplatz
31.01.2020 19:19


ZWISCHEN BRÜNN UND PRAG VERSTECKT LIEGT DAS CHARMANTE IGLAU

 

Mein besuchter Ort:
 

Stadt: JIHLAVA
Land: Tschechische Republik 
Landschaftskreis: Mähren

Anreise:

Bus (aus Wien):
(Flixbus) Wien Erdberg (Fahrzeit ca. 2 Std. 30 min) 

Auto (aus Wien):
Autobahn 330 / ab Kleinhaugsdorf Autobahn 38 (Fahrzeit ca. 2 Std. 15 min)

Video

Iglau - die Stadt die sticht!

Jihlava (dt.: Igel / bzw. Iglau) befindet sich an der böhmisch-mährischen Grenze und gilt als Mittelstadt in der Tschechischen Republik. Sie ist die älteste Bergstadt im böhmischen Bereich und liegt im Zentrum der Region Vysocina. 
Hier treffen sich der kleine und der große Igel. Gemeint sind damit die Flüsse Jihlavka und Jihlava, die gleichzeitig die Grenze zwischen Böhmen und Mähren bilden. Die alte Festungsstadt liegt in etwa 78 Kilometer westnordwestlich von Brünn.

In der späteren Geschichte des Ortes war Jihlava Schauplatz kommunistischer Schauprozesse, über deren Richtigkeit lange intern gemunkelt wurde. Evzen Plocek verbrannte sich aus Protest gegen die sowjetische Besatzung 1968 am Marktplatz. Eine Gedenktafel befindet sich an jenem Ort der Selbstverbrennung. Darüber hinaus gehört der Marktplatz von Jihlava zu den größten europäischen Plätzen. 


Die Festung Jihlava

Die Befestigung Iglaus war eine der bedeutendsten Wehranlagen an der Grenze zwischen Mähren und Böhmen. Die Entwicklung, speziell jene des Eingangstores, kann in mehrere Epochen zurückerzählt werden. Sie gehört zu den Meilensteinen der Geschichte dieser Stadt. 

Das Frauentor (Bild)

Dieses ist das typische Wahrzeichen der Stadt und dazu noch das letzte von ehemals fünf mittelalterlichen Stadttoren, welches erhalten geblieben ist.  Dieses Tor entstand noch zugleich mit dem Bau der Stadt im 13. Jahrhundert. Nach einem Brand im Jahre 1551 erhielt das Tor später einen Renisanceaufbau. Der Turm ist 24 Meter hoch und kann als Aussichtsturm besichtigt werden.

Die Kirche Maria Himmelfahrt

Gleich neben dem Frauentor befindet sich die beliebte Kirche Maria Himmelfahrt. Kunstwerke alter tschechischer Generationen finden sich noch heute in ihr.

Der Zwinger

Zwischen dem Frauentor und dem Pirnitzer Tor ist die Stadtmauer noch am besten erhalten. Die einst verstärkte Befestigung musste im 15. Jahrhundert einen Überfall durch ortsuntriebiege Ritter standhalten.

Das Pirnitzer Tor

Das Tor bewachte einst die südliche Stadteinfahrt. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde das Tor vermauert. Nur noch der Schliff erinnert heute an das alte Stadttor.

Das Böhmer Tor (Brünner Tor)

Dieses Tor stand an der Brnenska-Straße und gehörte zu den kleinsten Stadttoren. 1844 wurde das Tor schließlich abgerissen.

Die St. Jakobs Kirche

Schon aus der Ferne kann man die zwei Türme dieser Kirche als markantes Zeichen dieser Stadt erkennen.
Bei diesem Gebäude handelt es sich um eine dreischiffige Hallenkirche mit einem langen Presbyterium und zweit türmen an der Stirnseite. 
Noch im 13. Jahrhundert wurde mit dem Bau dieser Kirche begonnen. Im Jahre 1257 wurde die Kirche eingeweiht und die Pfarrrechte hierfür übertragen. Der 63 Meter hohe Nordturm dient heute als Aussichtsturm, wurde aber einst als Wachturm der Stadt gebaut.

Der Südturm wurde in etwa 100 Jahre später erbaut. Aufgrund einer Abweichung der Achse wurde er auf 54 Meter abgetragen. Die im Südturm befindliche Glocke namens "Susanne" befindet sich darin. Sie wiegt knapp über 7 Tonnen bei einer Größe von 182 cm. Am 28. April 2008 wurde die Kirche zum Nationalkulturdenkmal erklärt und zählt heute zu den beliebtesten Höhepunkten der Stadt.

Die Ignatiuskirche am Hauptplatz

Karel Töpper malte einst das große Deckenfesko um 1717. Der eindrucksvolle Innenraum ist durch die Stuckdekoration von J.B. Brantani und P.a. Karoffe entstanden.

Der Stolz der Kirche sind die zwei gotischen Plastiken, zum einen das Vesperbild aus dem Jahre 1400, das in den Kreis der schönen tschechischen Madonnen eingeordnet wird, Zum anderen das Premyslidenkreuz, Standbild des Gekreuzigten vom Anfang des 14. Jahrhunderts.

Die Kirche ist bekannt für seine tolle Akustik im Kirchenraum. Auch die qualitativ hochwertige Orgel trägt dazu bei. Darum ist sie ein idealer Ort für Veranstaltungen beliebter Konzerte der geistlichen Musik.

Im selben Objekt befindet sich heute auch die Stadtbibliothek sowie der Eingang in die unterirdischen Gänge von Iglau.

Die malerische Bastei

Es ist die besterhaltendste von den ehemaligen vier Basteien. Dieser Teil zwischen dem Pulverturm und dem Spitalstor hatte keine natürlichen Schutz, weshalb ein weiterer Mauerring darum gebaut werden musste. 

Das alte Stadtkino

Das alte Kindogebäude "Dukla" beherbergt noch heute einen Kinosaal, indem auch aktuelle Filme gezeigt werden. 

Der Wallgraben mit Zwinger-
Der Gustav Mahler Park 

Im 19. Jahrhundert musste die Stadtmauer, welche das Frauentor und den Sachserturm verband, teilweise abgetragen werden, damit die jetzigen Straßen in die Stadt führen konnten. Aber noch heute befindet sich daneben noch Reste der Außenmauer. Heute befindet sich ein Kinderspielplatz an dieser Stelle sowie der Gustav Mahler Park samt Mahlerstatue.

Das Gustav Mahler Haus

Gustav Mahler war ein geborener Musiker, Dirigent und Operndirektor sowie weltberühmter Komponist. Er verbrachte seine Kindheit in Iglau. Seit 2009 ist es für die Öffentlichkeit zugänglich und beheimatet eine Dauerausstellung über die Jugendjahre von Gustav Mahler sowie das Zusammenleben von Tschechen, Deutschen und Juden in Iglau. Aber auch andere Künstler wie Bildhauer Koblasa sind in diesem Gebäude mit einigen ihrer Kunstwerke beheimatet und können über das ganze Jahr hindurch besucht werden.

Der Masarykplatz bzw. Marktplatz

Dieser große und weite Platz zählt zu den größten historischen Marktplätzen in Tschechien. Seine Geschichte reicht ins 14. Jahrhundert zurück. Im südlichen Bereich wurden Handel und Handwerk betrieben. Die meisten Häuser am Platz verfügten auch über das Baurecht, dienten auch als Gaststätte. Ein Großbrand im 16. Jahrhundert zerstörte damals fast die gesamte Stadt, so dass die meisten Fasaden heute modernem Ursprungs sind. Leider verunstaltet heute in riesiges Kaufhaus den Platz in optischer Hinsicht.

 



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