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ich, am Weg

06
Ma
Jugendleiter Base Camp in Graz
06.05.2019 21:41


Weitwanderer Jugend - Ein erster Schritt ist getan...

 

Am 2. März 2019 übernahm ich im Rahmen der 41. Mitgliederversammlung meiner Alpenvereinssektion der Weitwanderer offiziell die interessante und spannende Aufgabe des Jugendreferenten.

Diese Aufgabe reizt mich insofern, als mir die Möglichkeit geboten wird, eine Jugendarbeit in unserer überregionalen Sektion zu installieren, aufzubauen und in den Verein zu etablieren. Dies wird freilich nicht von heute auf morgen geschehen können, aber ich bin vollstes davon überzeugt, dass wir auch in unseren Reihen viele Rohdiamanten schlummern, die nur darauf warten, dass sich in puncto Jugend etwas tut. Potenzial ist sicherlich vorhanden. 

Um gleich einmal bestens gerüstet zu Werke gehen zu können, bekam ich durch unseren Vereinsvorsitzenden Gert Kienast sogleich die Möglichkeit am Jugendleiter Base Camp (Grundmodul) teilnehmen zu können. 



Die Ausbildung zum Jugendleiter

Diese erfolgt durch die Alpenvereinsjugend Österreich und kann in mehreren Modulen absolviert werden. 

Jugendleiter mit
Übungsleiterkurs

  • Base Camp / Einstieg (2,5 Tage)
  • Grundkurs (4,5 Tage)
  • Übungsleiterkurs (5-6 Tage)
  • Praxistag (min. 8 Std.)
  • Get together (0,5 Std.)

mit Kurs aus Lehrgang Alpinpädagogik

  • Base Camp / Einstieg (2,5 Tage)
  • Grundkurs (4,5 Tage)
  • Spielerisch klettern (2,5 Tage)
  • Lehrg. Alpinpädagogik (2-4 Tage)
  • Praxistage (min. 8 Std.)
  • Get together (0,5 Std.)

Man darf aber bereits im Rahmen seiner Kompetenzen in ehrenamtlicher Tätigkeit Jugendgruppen führen.

Jugendleiter Basecamp / Einstiegskurs
Ort: Graz / Schloss St. Martin
Durchgeführt durch: Landesteam Steiermark
Referent: Axel Tratter

Nach der Anmeldung durch meine Alpenvereinssektion brach ich am 29. April auf nach Graz. Zunächst fuhr ich vom Wiener Hauptbahnhof nach Graz. Drei Straßenbahn- und zehn Busstationen später, erreichte ich, nach einem kleinen Aufstieg am St. Martins Steg, das Bildungszentrum im Schloss St. Martin. 

Wenig später lernte ich auch schon meine Kolleginnen und Kollegen aus anderen Sektionen kennen. Die Harmonie passte gleich sehr gut und somit konnte es noch am selben Nachmittag mit dem Seminar losgehen. 

Unser toller Referent Axel Tratter begrüßte uns herzlich und erklärte uns zunächst den groben Ablauf der kommenden drei Tage. Nach einer Kennenlernrunde, die wir selbst gestalten konnten, legte uns Axel grundlegende Elemente zum Thema Teambuilding, Rollen im Team und der Kommunikation dar. 
Später folgte mit Recht & Haftung schon ein kniffliges aber auch spannendes Thema, wo uns Anwärtern die Wachsamkeit und der Hausverstand zu bestimmten Konstellationen nahegelegt wurde. 

Zwischendurch gab es immer wieder einmal eine Kaffeepause, um das Erlernte zu verarbeiten. Am Abend bekamen wir noch Besuch von den steirischen Landesjugendteamleitern Paul und Nici. 

Die Balance zwischen ernsteren Themen und spielerischem Lernen sowie gezielten Pausen zum Verarbeiten und dem Austausch der Teilnehmer untereinander funktionierte wahrlich perfekt. Ich bin generell ein großer Fan von tollen Lern- oder Seminarteams. Wenn alle an einem Strang ziehen, dann bleibt der Lernerfolg selten aus. 

Am Abend gab es dann noch ein nettes Zusammensein im Rahmen eines Abendessens.

Ankunft beim Bildungsschloss St. Martin

Spielerisches Auftauen vor den Kurseinheiten im Freien

Gemeinsam an Jugendprojekten arbeiten

Referent Axel und unser Team an Nachwuchsjugendleitern

Um 7:00 hieß es Tagwache und um 7:30 ging es ab zum Frühstücksbuffet des Schlosses. Hier tankten wir alle kräftig Energie. Das Wetter war an diesem Vormittag richtig schön und wir begaben uns zum Tagesauftakt gleich in den Schlossgarten für ein schönes Warm up. Diese Spiele zum Aktivieren von Körper und Geist durften wir selbst kreieren. 

Mit frischen Elan ging es nun zurück in den Seminarraum. Es sollte nun spannend werden. An diesem Tag lernten wir, wie wir mit den praktischen Tools des Alpenverein ePortals umgehen können. 
Das ist sehr wichtig, denn anschließend sollen wir in Gruppenarbeit ein richtiges Jugendprojekt erstellen, welches sogar in das Alpenvereinsprogramm mit aufgenommen werden könnte.

Das umfasste unter anderem das Realisieren von ausgedachten Konzepten inkl. der Erstellung von Werbeunterlagen (Flyern etc.) sowie die Ausarbeitung einer Programmkalkulation, wo es z.B. auch um die Finanzierung solcher Jugendprojekte geht. 
Für mich war das alles sehr spannend und ich merkte schon, wie viel Potenzial da auf mich wartet. Am Ende sollten die Gruppenarbeiten vor drei Zielgruppen präsentiert werden. Einmal vor Kindern, mal vor Eltern und einmal Vereinsintern gegenüber dem Vorstand und dem Kassier. Die Zuhörer begaben sich hierbei in die besagten Rollen, was eben so großen Spaß machte. Auch hier war es sehr interessant zu bemerken, das jede Zielgruppe andere Bedürfnisse und Fragen hat. 

Den Abschluss dieses aufregenden Tages bot dann unsere Kaminstunde, bei dem jeder aus unserem Team dann jeweils seine Spezialitäten aus der Heimat (Ich brachte originale Wiener Mannerschnitten mit) vorbringen konnte. Wieder wurde herzhaft gelacht und munter darauf losgeplaudert. 

Ich nutzte zur später Stunde noch die Gelegenheit für einen kleinen tollen Nachtspaziergang, wo ich mir Graz bei Nacht ansehen konnte. Wieder war ein richtig toller Tag vergangen. 

Auch am dritten und letzten Tag unseres Seminars gab es noch so einiges zu lernen. Zunächst gab es wieder ein tolles Frühstück und ein cooles Warm up im Schlosshof.

Danach lernten wir noch einiges über die globale Struktur des Alpenvereins. Hierbei sollten wir zunächst anhand von beschrifteten Kärtchen die Struktur nach unserem Ermessen auflegen. Später ging dann Axel mit uns die wahrliche Struktur durch und erklärte uns noch sehr ausführlich, welche Positionen im Verein für uns wichtig sind und wer uns bei unseren Aufgaben auch tatkräftig unterstützen kann.
Dann war unser Seminar leider auch schon wieder beendet und jeder Teilnehmer reiste mit jeder Menge neuen Erkenntnissen zurück in seine Heimat. So auch ich. 

Ich habe diese drei Tage in Graz wirklich genossen und weis nun schon wo ich meine Schrauben ansetzen werde, um auch in unserer tollen Weitwanderersektion eine stetig wachsende Jugendarbeit aufzubauen. Auch wenn das nicht von heute auf morgen geschehen wird, bin ich dennoch sehr zuversichtlich, dass wir es schaffen können. Das Potenzial ist da. Und es gibt genug junge interessierte Weitwanderer in unseren Reihen.

Als Jugendreferent und Jugendleiter werde ich mich bis Ende des Jahres weiter in diese Materie einarbeiten. Auch möchte ich den Jugendleiter Grundkurs im Herbst absolvieren. Es bleibt also spannend.

Unser tolles Team

Danke an mein tolles Team, dass ich die Fotos für meinen Bericht verwenden darf!


 

Du hast Fragen zu unserer Sektion Weitwanderer?
Du möchtest wissen, wie es mit unserer Jugendarbeit weitergeht?
Du bist selbst ein junger aufstrebender Wanderer?
Oder bist Du selbst daran interessiert mit jungen Menschen zu arbeiten?

Dann könnt Ihr schon jetzt Kontakt mit mir aufnehmen. Ich würde mich sehr freuen....

PETER OFNER
Jugendreferent Alpenverein Weitwanderer

E-Mail Adresse: peter.ofner-weitwanderer@hotmail.com
 



Noch einige Impressionen:

 

Der Johannesweg
der "ungarische" Neusiedlersee

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