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Semmering Bahnwanderweg
30.09.2019 19:01


EIN WAHRER KLASSIKER UND EINER DER SCHÖNSTEN WANDERWEGE ÖSTERREICHS

 

Wo treffen Natur- bzw. Wanderliebhaber und Eisenbahnfans einander? Richtig! Beim Semmering Bahnwanderweg! Dieser Wanderweg darf bestimmt als Wanderklassiker im Osten angesehen werden, denn er erfreut sich über große Beliebt- und Bekanntheit. 

Der Bahnwanderweg teilt sich in zwei Bereiche auf. Einen Teil marschiert man durch die wunderbare Steiermark von Mürzzuschlag bis Semmering. Von dort geht dieser nahtlos in den niederösterreichischen Bahnwanderweg über, welcher bis nach Gloggnitz führt.

Der gesamte Weg beläuft sich bei rund 40 Kilometern und knapp über 1000 Höhenmeter. Während der steirische Teil noch über so manche grüne Wiesen und durch so manches Gehöft führt, überzeugt der niederösterreichische Abschnitt durch seine wunderschönen Fernblicke zum Schneeberg oder Rax.

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DER STEIRISCHE ABSCHNITT

Diese Tour beginnt direkt am Bahnhof Mürzzuschlag auf der Nordseite an der Heizstraße. Etwas weiter Abseits befindet sich auch das Südbahnmuseum von Mürzzuschlag. Generell trifft man entlang des steirischen Abschnittes einige Hinweistafeln mit großen Persönlichkeiten in der Entstehung der Eisenbahnstrecke.

Der Weg ist hier mit weis-grün-weiser Farbe markiert. Wir verlassen Mürzzuschlag und marschieren nun westwärts über einen Waldweg, bis wir die östlichen Eisenbahnsiedlungen erreichen. Hier überqueren wir den Förschnitzbach und folgen nun der Bundesstraße weiter in den Osten. Wir bleiben auf der Bundesstraße und marschieren durch das Industrieviertel bis wir den kleinen Ort Edlach erreichen. Nach einer kleinen Hügelüberschreitung am Oberen Hofmeisterweg gelangen wir in den Ort Grautschenhof. Hier folgen wir einer Straße, teilweise durch den Wald, hinauf zur Bahnstadlersiedlung und marschieren an der Zatzkapelle an der Oberen Bahnstraße hinab nach Spital am Semmering, bekannt für die Talstation Stuhleck. 

Vorbei am Hauptplatz und an der Pfarrkirche folgen wir nun dem Friedhofweg Ortsauswärts hinaus entlang der Wiesen am Fröschnitzbaches. Hier bekommt man erstmals ein richtiges Gefühl vom Wandern in der Natur. Ein Wiesenweg entlang des Baches führt uns nun zur kleinen Siedlung Jauern. Dort erreichen wir wieder die Bundesstraße, welcher wir nun nach Steinhaus am Semmering hinein folgen. Hier darf man sich bereits auf eine tolle Aussicht auf das Stuhleck, Hirschenkogel und Sonnwendstein erfreuen. 

In Steinhaus überqueren wir erneut die Bahnschienen und wandern nun entlang eines kleinen Wald- und Wiesenwegs weiter östlich. Hier begleitet uns die Semmering Schnellstraße. An der alten Reichsstraße wandern wir nun etwas hinauf bis zum Parkplatz der Talstation am bekannten Hirschenkogel. Nach der Überquerung des Semmeringpasses im gleichnamigen Ort, erreichen wir schließlich den Bahnhof Semmering, wo auch schon der steirische Abschnitt endet und in den niederösterreichischen Abschnitt einmündet.

DER NIEDERÖSTERREICHISCHE ABSCHNITT

Direkt im Bahnhofsgebäude befindet sich ein tolles Eisenbahnmuseum. Der Wanderweg selbst folgt nun auch dem Wiener Alpenbogen zunächst hinauf in den Norden entlang der Eisenbahnschienen hinauf zum Wolfsbergkogel. Hier gelangt man zum Kunst und Technik Skulpturenpark oder in den Kurort Semmering. Nachdem Parkplatz am Wolfsbergkogel folgt nun ein Waldweg zum ersten richtig tollen Aussichtspunkt, nämlich der Doppelreiterwarte am gleichnamigen Berg. Von hier aus erstreckt sich der gesamte Eisenbahnverlauf, welcher idylisch in die Natur hinein verpflanzt erscheint. Man könnte es auch - das Herzstück - des Bahnwanderwegs bezeichnen.

Nun verläuft der Weg weiter über einen Waldsteig um den Wolfsbergkogel herum. Dort erwartet uns mit dem 20-Schilling-Blick der nächste wunderschöne Aussichtsrastplatz. Über Forstwege wandern wir nun über den Gläsergraben, vorbei am Ausschank Hinterholz, in Richtung Adlitzgraben. Hier erwartet uns auch das erste große Eisenbahnviadukt. Zunächst müssen wir dieses untersetzen und marschieren dann am Fuße des roten Berges entlang der Eisenbahn in Richtung kalte Rinne, dem schönen Tal wo wir schließlich dann das große und bekannte Viadukt an der Polleroswand vorfinden. Dieses ist schon ein mächtiger Bau der einem großen Respekt einflößen kann.  

Wir marschieren durch die kalte Rinne bis wir schließlich das Ende des Adlitzgraben und den Ort Breitenstein erreichen. Hier geht es dann wieder etwas bergauf bis zum tollen Ausblick auf der Weinzettlwand. Von hier aus hat man einen tollen Blick auf Schottwien, der mächtigen Autobahnbrücke sowie auf Maria Schutz und dem Sonnwendstein. Zunächst überqueren wir noch den Rumpelgraben, marschieren dann nördlich hoch bis zur Elisabethkappelle auf dem Kreuzberg.

Über den Kobermannsberg hinweg erreichen wir schließlich den kleinen Ort Klamm. Eine Straße führt uns weiter ostwärts bis nach Maria Taferl und dem Ort Eichberg. Auch hier kann man noch mal einen herrlichen Blick auf die Rax und die Berge herum erhaschen.  Schließlich führt ein Waldweg vom Eichberg direkt hinab in unseren Zielort der gesamten Tour, nämlich Gloggnitz, wo sich ein Besuch am Hauptplatz oder im Erholungswald sicherlich anbieten. 

Infobox:

Semmeringbahn
Infofolder

 

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