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St. Pölten RWW 455 - St. Pölten - Rotheau
19.05.2020 19:22


DIE LEGENDE LEBT...
 


AUF DEN SPUREN VON FRANZ CZERMAK

Der heute leider ehemalige St. Pöltner Rundwanderweg mit der Nummer 455 wurde schon Ende der 70er Jahre vom Obmann des St. Pöltner Heimatvereins Franz Czermak in Zusammenarbeit mit dem IVV und dem österreichischen Alpenverein ins Leben gerufen und wurde in den 80er Jahren auch mehrmals adaptiert. 

Ziel war es damals, dem motivierten Wanderer die Heimat von Franz Czermak, also St. Pölten, näherzubringen. Heute ist der schöne ca. 125 Kilometer lange Rundwanderweg nicht mehr offiziell gelistet. Nur noch alte Tafeln und verwaschene Markierungen erzählen von seiner einstigen Geschichte. 

Sehr schade, denn in 4 Etappen aufgeteilt, bietet jede Etappe tatsächlich eine eigene Charakteristik. Vom hügeligen Alpenvorland bis zu den weiten Feldern im Norden, der Wanderer erlebt eine Achterbahn der Wanderlust.

 

 

Video


Abschnitt Oberwaltersdorf bis Laxenburg

vom Bahnhof durch St. Pölten bis zur Stadtgrenze

Wir können diese Tour direkt vor dem Bahnhof St. Pölten starten. Dazu nehmen wir den Ausgang in Richtung Altstadt. Am Bahnhofsvorplatz angelangt, halten wir uns gleich rechts und marschieren beim Busbahnhof vorbei. Wir gelangen zu einem Kreisverkehr. Wir übersetzen diesen und folgen der Weststrecke und marschieren nun auf der Knittelstraße. Auf dieser bleiben wir und finden auch gleich einige Markierungen vom NÖ Mariazellerweg. Wir überqueren nun auch den Schießstattring und bleiben direkt neben der Westbahn, nun auf der Waldstraße. Nach einigen Metern leicht bergauf kommen wir zu einem Bahnübergang der Mariazellerbahn. Wir überqueren ihn aber "nicht", sondern biegen vorher links in die Kolpingstraße ein. Die Straße führt zu einer kleinen Wohnsiedlung.

Achtung:
Ihr müsst beim Parkplatz der Wohnsiedlung rechts um das letzte Haus herum auf die Wiese gehen. Dann findet Ihr aber auch gleich den Weg entlang der Wiese. Man kann diesen aber leicht übersehen, darum der Hinweis.

Wir folgen nun dem Wiesenpfad zwischen Mariazellerbahn und Gartenhäusern hinab, kommen an einer Stiege vorbei, und erreichen schließlich die Schwertfegergasse. Hier halten wir uns Rechts und marschieren unter der Eisenbahnbrücke hindurch. Wir befinden uns nun im Kaiserwald, dem St. Pöltner Stadtwald. Wir bleiben auf der asphaltierten Schwertfegergasse und marschieren leicht bergauf und an der Türkenlinde vorbei. Nach einiger Zeit gelangen wir zu einer großen Wegkreuzung, welche sich direkt bei einem Tiergehege und Holzhäuschen befindet. Hier biegen wir nun links in die Sommerpromenade, einer schönen Allee, ein und folgen dieser nun in den Süden. Wir folgen der Promenade bis zum Ende des Kaiserwaldes, überqueren die Linzerstraße und steigen danach noch eine kleine Waldwiese hinab, bis wir auch gleich die Alte Reichsstraße erreichen. Dieser folgen wir dann für einen Moment lang nach links, ehe wir bei der ersten Straße rechts genau dort einbiegen. Wir befinden uns nun auf der Werkstättenstraße. 

Dieser folgen wir weiter bis wir über einen Bahnübergang schreiten und nun vor dem Eingang in eine Gartensiedlung stehen. Hier halten wir uns rechts und marschieren links an den Gartensiedlungen entlang. Man erkennt auch gleich einen Karrenweg mit den Namen Galgenleitenweg. Der gemütliche Weg führt an der ÖBB Werkstätte vorbei. Am höchsten Punkt hat man auch schon eine schöne Aussicht auf die Stadt sowie auf das Alpenvorland im Süden. Am Ende der ÖBB Werkstätte erreichen wir wieder eine asphaltierte Straße. Hier biegen wir gleich links ein und marschieren entlang der Kollerbergstraße an einer Häusersiedlung entlang. An der nächsten Kreuzung biegen wir rechts in die Teufelhoferstraße ein, welcher wir weiter stadtauswärts folgen. Dieser folgen wir bis zum Ende der Straße, wo sich auch das Gasthaus Roter Hahn befindet. Gleichzeitig ist das auch das Ende des Ortes St.Pölten-Teufelhof und wir verlassen daraufhin endgültig die Stadt.

Nach der St. Pöltner Stadtgrenze

Wir überqueren die Stifterstraße und folgen der Wiedenstraße in den Südwesten. Dabei durchschreiten wir ein kleines Waldstück und gelangen danach gleich zur A1 Westautobahn. Wir überqueren jedoch nicht die Brücke, sondern biegen rechts ab und folgen der Westautobahn. Nach ca. 1,5 km erreichen wir nun das Ende dieser Straße und biegen links ab und untersetzen die gemeinsam mit dem Zug und einer Bundesstraße die Westautobahn. Auf der anderen Seite angekommen, erkennen wir auch schon den kleinen Bahnhof Schwadorf auf der Mariazellerbahn. Wir biegen nun rechts ab, überqueren die Bahngleise und bleiben dann auf der Bundesstraße bzw. lassen den Bahnhof links neben uns zurück. Nach einigen Metern biegen wir links in einen Karrenweg ab und wir betreten ein hügeliges Feldland. Wir folgen dem Weg erneut über die Bahngleise und steigen dann etwas bergauf, bis wir einen Waldrand erreichen. Wir betreten jedoch nicht den Wald, sondern biegen rechts ab und folgen dem Rand. Wir folgen dem Weg, bis wir schließlich die Höfe von Matzersdorf erreichen. In Matzersdorf biegen wir links ab, übersetzen den Halterleitenbach, steigen über die Bahngleise und biegen bei der nächsten Gelegenheit rechts ab und folgen einer Feldstraße über weite Felder. Hier gibt es schon eine feine Aussicht in den Nordwesten. Am Ende des Weges erreichen wir nun den Pielachfluss, sowie eine Holzbrücke, welche uns zum Ebersdorfer See führt. Nach Ebersdorf wandern wir nicht. Nach der Holzbrücke folgen wir dem Weg links entlang der Pielach.

Wir bleiben an der Pielach und genießen die schöne Gegend. Schließlich gelangen wir nach Ober Grafendorf. Hier könnt Ihr Euch aussuchen, ob ihr der Pielach weiter entlang gehen wollt bis zur Brücke in Friedau, oder ob ihr einen kleinen Abstecher in den Ort machen wollt. Es gibt einen Lebensmittelmarkt und einen schönen Kirchenplatz. Wichtig ist nur, dass ihr entlang der Hauptstraße zur Brücke in Richtung Friedau geht. Dort geht es nämlich dann weiter in die Steinau.

Bahnhof St. Pölten

Die Türkenlinde im Kaiserwald

Blick auf St.Pölten-Teufelhof

Blick zurück auf Matzersdorf

Die Pielach

Blick von der Westbahn auf die Stadt

Die Sommerpromenade im Kaiserwald

Bahnübergang bei Schwadorf

Brücke über die Pielach bei Eberdorf

Die Kirche von Ober Grafendorf


Abschnitt Ober Grafendorf auf den Graßberg

Von der Brücke von Ober Grafendorf nach Friedau muss man dann kurz aufpassen, damit man den Weg auch findet. 

Achtung:
Um den richtigen Weg in die Steinau zu finden, müsst Ihr gleich nach der Brücke rechts auf den freien betonierten Platz in Richtung Pielach gehen. Sobald ihr den Fluss sehen könnt, seht Ihr auch schon den Karrenweg neben dem Fluss und eine markante Markierung gerade vor Euch. Es kann also weiter gehen.

Der Marsch entlang der Pielach durch die Steinau ist sehr gemütlich. Ihr marschiert 1,5 km weiter in den Süden, ehe eine Holzbrücke über die Pielach erscheint. Wir übersetzen die Brücke aber nicht, sondern biegen nun links ein und es geht etwas versetzt einige Meter in die Gegenrichtung. Doch nicht lange, da erreichen wir auch schon eine asphaltierte Straße und eine Holzverarbeitungsfirma. Wir biegen dort rechts ein und marschieren nun geradeaus bis zur Pielachtaler Bundesstraße. Diese recht stark befahrene Straße überqueren wir vorsichtig und finden auf der anderen Seite einen kleinen Pfad durch die Wiese, welche rechts und leicht bergauf führt. Wir kommen an einem kleinen Marterl samt Bank zum Rasten vorbei. Danach wird der Weg breiter und wir folgen dem Karrenweg bis zu einer Kreuzung. Hier biegen wir rechts ab und folgen dem Weg weiter bis zum Zickhof. Hier marschieren wir bei der folgenden Kreuzung weiter gerade aus. Hier haben wir bereits einen wunderbaren Blick in das Waldviertel und auch der Ötscher im Südwesten lässt sich blicken. 

Wir bleiben auf der Straße und marschieren bis zu deren Ende. Hier biegen wir jedoch "nicht" nach rechts und somit nach Rennersdorf ab, sondern halten uns links und bleiben auf der Fahrbahn. Diese macht hier aus unserer Sicht nun eine immer stärker anschwellende Kurve. Die erste Abzweigung nach Links lassen wir aus und marschieren weiter bis zu einer richtigen Kreuzung. Wir befinden uns nun im kleinen Badendorf. Wir lassen uns aber nicht von den Abzweigungen ablenken, sondern wandern weiter geradeaus. Wir gehen nun direkt auf einen Waldstreifen zu, wo die Straße eine Rechtskurve macht. Wir allerdings verlassen nun die Straße und folgen einem kleinen Waldweg direkt durch den Baumstreifen und gelangen so zu einer kleinen hölzernen Brücke über einen Bach. Wenig später verlassen wir den Waldstreifen auch schon wieder und treffen auf ein Feld. Hier folgen wir dem Weg rechts weiter, ehe uns eine Linkskurve und der Weg danach zu einer Bundesstraße führt. Dieser folgen wir nun in den kleinen Ort, welcher nun direkt vor uns liegt. Willkommen in Wielandsberg! 

Noch vor dem Ortskern biegen wir jedoch rechts ab und verlassen Wielandsberg auch gleich wieder. Es folgt der Marsch entlang einer schönen kleinen Allee. Von nun an tauchen wir in das Alpenvorland ein. Es geht nun stets bergauf. Nach einiger Zeit erreichen wir eine Abzweigung nach Links und wir wandern nun einer schönen Wiese nach oben.  So gelangen wir zum Hof bei Hading. Am Hof gibt es auch die Möglichkeit auf einer Holzbank zu rasten. Es geht weiter entlang des Karrenwegs nach oben. Erneut wandern wir auf einer schönen Wiese ehe wir einen Waldrand erreichen. Hier könnt Ihr Euch ruhig noch einmal umdrehen, um die schöne Aussicht in den Norden zu genießen. Am höchsten Punkt des Kuhbergs halten wir uns nun rechts und betreten wieder eine Straße. So kommen wir an einer schönen Pferderanch vorbei. Gleich nach der Ranch führt die asphaltierte Straße nach links hinab in einen Graben. Wir folgen der Straße. Am tiefsten Punkt der Straße treffen wir auf die Grubtalstraße. Diese überqueren wir und folgen nun dem Weg wieder bergauf, bis wir den Kleinbrandhof und eine kleine Kapelle erreichen. Es geht weiter aufwärts, bis wir zu einer Wegkreuzung gelangen, wo uns eine Hinweistafel auf viele Wanderwege ins Auge springt. Wir befinden uns jetzt am Graßberg. 

Weg durch die Steinau

Blick auf den Ötscher

Der Aufstieg auf den Kuhberg

Straße vom Kuhberg auf den Graßberg

Regenschau aus dem Westen (zieht vorbei)

Straße bei Wielandsberg

Blick in Richtung Dunkelsteinerwald

Viele Wanderwege treffen hier einander am Graßbergsattel


Abschnitt vom Graßberg nach Rotheau

Bei der Hinweistafel der Weitwanderwege folgen wir nicht weiter der asphaltierten Straße, sondern biegen links ab und folgen einen Karrenweg entlang des Graßbergs. Die nächsten 1,5 km sind ein wahrer Genuss. Uns bietet sich eine herrliche Aussicht über das hügelige Alpenvorland und erkennen dabei Gipfel wie den Muckenkogel. Etwas später lässt sich auch der Kaiserkogel im Südwesten blicken. Unter uns im Graben befindet sich das Dorf Hochstraß. Wir marschieren nun weiter bis wir den Pichlerhof erreichen. Hier verlassen wir den Karrenweg, welcher links in den Wald hinein führt. Hier marschieren wir am Hof vorbei und folgen der Straße hinab bis wir einen weiteren Hof, den Glinzenhof, erreichen. Und hier muss man nun Acht geben!

Achtung !!!
Hier kommt es nun zum ersten Hindernis. Ursprünglich führte der Weg durch den Glinzenhof hindurch, die Weidewiese hinab und dann einen breiteren Waldweg hinab zu einer Straße, welche nach Göblasbruck führt. Dieser Weg hinab ist heute aber nicht mehr gepflegt und wirkte eher wie aufgelassen und verwildert. Es handelt sich um ca. 500 Meter. Ich kann auch leider nicht sagen, ob man hier überhaupt noch gehen hätte dürfen.
(siehe Bild unten 
Verwachsener aufgelassener Weg nach Göblasbruck) Es war jedenfalls sehr mühsam. Darum habe ich für Euch eine Alternativlösung gefunden, falls Ihr das nicht auf Euch nehmen wollt. 

Ihr könnt auch über die Straße hinab ins Tal zur Traisen und nach Rotheau wandern. So müsst Ihr jedoch Göblasbruck auslassen.

Roter Weg (original Variante)
Ihr steigt über die Weidewiese hinab und findet dann am Waldrand hoffentlich den Einstieg in den verwilderten Waldweg.

Nach 500 Meter Kampf durch das Gestrüpp gelangt Ihr jedoch auf eine geschwungene Straße, welche Euch hinab nach Göblasbruck führt. Unten angekommen biegt ihr rechts in die Zwimereigasse ein und folgt dann der Brunnegasse links weiter bis zur Mariazeller Bundesstraße.

Diese überqueren wir und auch die Traisen, welche gleich danach folgt. Noch vor dem Bahnhof Göblasbruck biegen wir rechts ein und Folgen dem Altenburg Radweg der Traisen entlang, bis wir schließlich nach Rotheau gelangen. Hier überqueren wir noch einmal eine Brücke über die Traisen um in den Ort zu gelangen. Der Weg wird aber beim ehemaligen Bahnsteig weitergeführt, weshalb ein Besuch des Ortes nicht notwendig wäre.
 

Blauer Weg (meine alternative Variante)
Ihr folgt der Straße beim Glinzenhof und kehrt der Weidewiese den Rücken. Die Straße geleitet Euch sicher hinab in das Tal. Ihr kommt noch an einem Hof vorbei und befindet Euch somit im Kendlgraben. Hier führt die Straße Euch direkt zur Mariazeller Bundesstraße. Dieser müsst Ihr nun auch rechts weiter folgen. Die Straße kann recht stark befahren sein, weshalb auch hier Vorsicht angesagt ist. Es befindet sich aber auch bereits eine Busstation (Göblasbruck Abzweigung Kendlgraben) direkt an der Bundesstraße, wenn Ihr diese erreicht. Nach da. 1,5 km seid Ihr nun ebenfalls in Rotheau und somit wieder auf der originalen Strecke. 

Die erste Etappe ist geschafft !!!

Blick auf den Ort Hochstraß

Alte Zeitzeugen findet man noch

Blick auf Göblasbruck

Die Traisen

Blick auf den Muckenkogel (Mitte)

Verwachsener aufgelassener Weg nach Göblasbruck

Am Weg nach Rotheau

Rothau ist erreicht


Infobox / Quellen:

St. Pölten    ------> zu empfehlen sind auch die Stadtwanderwege
Ober Grafendorf
Rotheau

An- und Abreise:

St.Pölten: Wien Hbf oder Wien Westbahnhof / regelmäßiger Zugverkehr

Rotheau: Buslinie 690 und 694 (Rotheau/Traisen Ortsmitte)


Zeitzeugen des ehemaligen Rundwanderwegs:


Karte

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