Niederösterreichischer Mariazellerweg 8/11

Veröffentlicht am 16. August 2017 um 17:39

8.Etappe:
Von St. Pölten zur Kaiserkogelhütte
23,5 Kilometer - 497 Höhenmeter auf - 48 Höhenmeter ab

Am 12. August wurde unser Weitwanderabenteuer endlich fortgesetzt. Niederösterreichs Hauptstadt St. Pölten hatte mir schon ein Jahr zuvor große Freude mit seinen Stadtwanderwegen bereitet. 
Siehe Stadtwandern mit dem LUP
Und so setzen wir die Tour dort fort, wo wir aufgehört hatten. Nämlich beim Hauptbahnhof. Doch bevor es losging, spazieren wir noch zum Rathausplatz. Dort genehmigen wir uns noch einen Kaffee und genießen die Anwesenheit der Faziskanerkirche, dem Rathaus und der Pestsäule. Dann geht es aber auch schon los mit der 8. Etappe. Wir folgen der Rathausgasse östlich zum Riemerplatz und weiter bis zum Domplatz an der Wienerstraße.
Am St. Pöltner Dom vorbei, erreichen wir den Kreisverkehr am Neugebäude Platz Süd. Weiter geht es in den Osten in Richtung Traisen. Dabei kommen wir noch am Passauer Wolf Denkmal und dem Traisenplatz vorbei. Hier befindet sich das Regierungsviertel. Und endlich kommen wir bei der Traisenbrücke bzw. der Traisen an. Hier führte der Mariazellerweg nun in den Süden. Und der Traisen sollten wir noch sehr lange folgen. 

Wir befinden uns nun auf der Franz-Josef-Promenade und marschieren die Traisen am Westufer entlang. Zunächst erreichen wir das Kaiserfranz-Josefph-Denkmal und den großen Landhausplatz. Vorbei am Landhaussteg und dem Wasserpark lassen wir auch die Brücke der B1a Niederösterreichring hinter uns. Es geht immerzu geradeaus. Wir blicken auf einen wohl endlos scheinenden Weg. Am anderen Traisenufer beginnt bereits die Traisen Au. Wir bleiben auf der Franz-Josef-Promenade und erreichen nach einiger Zeit den Lionssteg. Hier hatte ich damals, im Rahmen meines Stadtwanderprojekts, auf das andere Ufer übersetzt, um nach Harland zu wandern. Wir bleiben jedoch am MZWG 06 am Westufer. Es geht weiter geradewegs in den Süden und erreichen so die Brücke der A1 Westautobahn und der Güterzugumfahrung. Als wir auch noch die Harlanderstraße hinter uns lassen, verlassen wir langsam das städliche St. Pölten.

Aus der Franz-Josef-Promenade wird nun der Altmannsdorferweg. Doch wir marschieren immer noch entlang der Traisen. Sie wird uns, wie schon erwähnt, noch eine Weile begleiten. Nach weiteren schönen, aber eintönigen Momenten schwingt die Traisen für einen Moment etwas östlich ab und fließt so direkt auf Altmannsdorf zu. Hier gelangen wir noch zum Altmannsdorfersteg. Auch diesen kenne ich noch vom Stadtwanderprojekt. Ganz in der Nähe befindet sich Harland. Doch wir gehen weiter am Weitwanderweg. Wenige Schritte davon entfernt, gelangen wir zum Wehr bei Altmannsdorf, wo ein Flussarm direkt in den Harland Kanal einmündet. Wir folgen jedoch dem Rad- und Wanderweg weiter in den Süden und verlassen nun endgültig St. Pölten.

Nun wird die Traisen etwas schmäler und der Weg etwas überschaubarer. Am Ostufer begegnen wir dem Ort Windpassig. Eine Brücke lädt uns ein, den Ort zu besuchen, doch wir ziehen weiter. Weitere ruhige Kilometer später erreichen wir den Ort Ochsenburg, der ebenfalls auf der Ostseite wartet. Man erkennt ihn leicht. Auf einer Anhöhe steht nämlich die Ochsenburg. An unserer Uferseite wartet, mit Blick auf die Burg, die bekannte Jahos Radlertränke. Dies ist ein Ausschank bzw. eine Kantine. Hier füllen wir unsere Trinkvorräte auf. 
Wir marschieren weiter gegen den Strom der Traisen und lassen die Ochsenburger Brücke hinter uns. Es folgt nun eine weitere lange gerade Strecke ohne nennenswerte Vorkommnisse, bis wir schließlich die Rast- und Wasserstelle an der Burgerfeldstraße erreichen. Hier führt uns der Weg über eine Brücke auf die Ochsenburger Straße. Nun befinden wir uns auf der Ostseite der Traisen und folgen der Straße in den Süden. Letztendlich erkennen wir schon aus der Ferne die Häuser der Stadt Willhelmsburg. Wir folgen noch ein Stück der Leobersdorfer Bahn und ziehen über die Kreisbacherstraße in Wilhelmsburg ein. Dort legen wir eine weitere Rast ein.

Nun verlassen wir die Traisen und folgen der Lilienfelder Straße stadtauswärts. Wilhelmsburg vermittelt noch einmal einen richtig städtischen Touch. An der Ecke Grubtalstraße zu Bösendörfl folgt nun der erste Anstieg dieser Tour. Und das nach 15 Kilometern ohne Höhenmeter.
Nach einem markanten Vierkanthof steigen wir einer großen Waldwiese empor und können hinter uns noch einmal einen tollen Fernblick auf Wilhelmsburg und Ochsenburg erlangen. Dann führt der Weg erstmals in den Wald. Dort kommen wir an einer kleinen Kapelle vorbei, ehe wir beim Pichlerhof am Graßberg ankommen. Der Weg, welcher vorher südwestlich durch den Wald geführt hatte, verläuft nun gänzlich in den Westen entlang der, mit Feldern bedeckten, Oberkante des kleinen Tälchens. Hier sehen wir zum ersten Mal unser Etappenziel, nämlich die Kaiserkogelhütte. Sie wirkt so nah und ist noch so fern.

Als wir bei Dreihöf ankommen, führt der Weg wieder südlich hinab. Wir hatten bereits das Alpenvorland betreten, das merkte man. Die Charakteristik änderte sich. Es wurde hügeliger. An der Plambachecker Höhe geht es noch einmal etwas südöstlich hinab über die Meisel zu einer Landstraße und dem Plambach. Hier überqueren wir die Straße und setzen zu einem letzten gröberen Anstieg an. Und zwar steigen wir über die Meiselhöhe am Giesenberg hinauf zur Kaiserkogelhütte. Dort werden wir von Chefin Bärbel bereits erwartet. Wir sind die einzigen Gäste. Doch Bärbel versorgt uns mütterlich.

 

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