Steirischer Mariazellerweg 2/10

Veröffentlicht am 14. Juli 2016 um 19:04

03. Juli 2016
Steirischer Mariazellerweg 06 - Etappe 2 von 10
von DEUTSCHLANDSBERG nach SÖDING

Guten Morgen! Die Sonne lacht!
So stellt man sich den Beginn eines wunderbaren Wandertages vor. Wenig bis gar keine Wolken am Himmel, angenehme Temperaturen und gute Luft. Es ist Montag, und trotzdem haben die meisten Einwohner Deutschlandsbergs am Hauptplatz ein Lächeln im Gesicht. Es ist noch relativ früh und uns zieht es schon bald in den Speisesaal zum Frühstück. Gut gespeist ist halb gegangen, oder so ähnlich. Heute folgt die längste unserer 10 Tagesetappen.
Dann geht es los. Wir machen uns startklar und kaufen in der Fleischerei Kollar-Göbl nebenan noch Getränke für die nächsten Kilometer ein. Die Pfarrkirche Allerheiligen nahe dem Bahnhof wird auch noch schnell besucht.

Dann verlassen wir Deutschlandsberg und wir machen gleich wieder einige Höhenmeter, was uns aber an diesem Tag noch regelmäßig widerfahren soll. An der L647 angelangt führt unser Weg in den Wald, vorbei an großen Himbeersträuchern. Die erste Erhebung haben wir gemeistert und wir finden uns in Geipersdorf wieder. Dieses liegt wie Blumau in einem kleinen Tal. Wir halten uns nördlich und überqueren den Wildbach sowie eine weitere kleine Erhebung und gelangen so nach Bad Gams. Dort legen wir eine kurze Rast ein. Wir freuen uns schon auf die Stainzer Warte am Stainzer Kogel, welchen wir bereits vor uns erblicken. Ein netter älterer Herr erklärt uns, dass auch Bad Gams eine Aussichtswarte hat. Doch leider führt unser Weg dort nicht vorbei.
Als wir Bad Gams verlassen geht es wieder bergauf. Eine Serpentinstraße im feinsten Mini-Glockner Hochalpenstraßen Stil führt uns schließlich hinauf auf den Kogel und wenig später stehen wir vor der Stainzer Warte. Das ist ein 25 Meter hoher Holzturm. Die Aussicht ist herrlich wie man am Foto nun sehen kann.

Wir marschieren weiter und wandern durch einen steileren Waldpfad hinab, bis wir die Gemeinde Stainz erreichen. Wir haben nun in etwa die Hälfte unserer Tour geschafft und legen eine Pause ein. Bei der Hitze wird es auch mal Zeit für ein Eis.

Schließlich füllen wir unsere Proviantreserven in einem kleinen Supermarkt wieder auf und marschieren weiter. Die steile Jakob-Rosolenz-Stiege führt uns hinauf zur beeindruckenden Pfarrkirche zur heiligen Katharina. Wenig später verlassen wir Stainz und setzen unsere Tour nun bei ansteigender Hitze fort.

Nun steigen wir auf den Sechtaberg und gelangen über den Lichtenhof in die kleine Gemeinde St. Stefan. Die Sonne steht nun am höchsten Punkt und knallt uns rund 30 Grad vor die Füsse. Es hilft nichts. In St. Stefan kehrn wir erneut in einem Supermarkt ein, um uns zu erfrischen. Aber für das prachtvolle Wetter nimmt man das schon in Kauf.

Wir verlassen St. Stefan und wandern durch hügeliges Gelände und weitere Waldwege, bis wir am Sanibach noch einmal im Schatten pausieren. Wenig später gelangen wir zu einer großen Apfelplantage. Doch hier war man schon dabei diese abzutragen. Die Unwetter der letzten Wochen hatten die komplette Ernte zerstört. Schade, so ein saftiger steirischer Apfel wäre jetzt sicher auch sehr bekömmlich gewesen.

Unsere Tagesetappe neigt sich dem Ende zu. Wir erreichen Kniezenberg und steigen schließlich hinab nach Fluttendorf. Hier können wir bereits das donnernde Geräusch von hunderten Fahrzeugen der A2 Südautobahn vernehmen. Eine Brücke darüber führt uns schließlich nach Mooskirchen. Ein schöner Feldweg führt uns schließlich zu unserem Etappenziel Söding und wenig später erreichen wir unser Quartier beim Gasthof zur Post der Familie Eckhart am Södingbach bzw. der L315. Am Abend ließen wir uns noch kulinarisch verwöhnen und konnten zufrieden zu Bett gehen.

Diese Tour hatte eine ähnliche Charakteristik wie die erste Etappe. Diesmal hatte uns jedoch der Sommer fest im Griff statt Regen und Nässe. Die ca. 900 Höhenmeter waren am Weg zum Stainzer Kogel am meisten zu spüren. Doch alles egal, denn die Südsteiermark hat sich endlich von seiner grandiosen Seite gezeigt. Vor einem wartet der Schöckl, hinter einem verflüchtigt sich der Grenzkamm immer weiter. So kann es weitergehen.

Tourdaten:

Distanz: ca. 33 Kilometer
Höhenmeter: ca. 900
Abstieg: ca: 920

 

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