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ich, am Weg

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WW07 - Frauenkirchen - Illmitz
23.12.2018 21:22

Ostösterreichischer Grenzlandweg 07
22. Etappe: von Frauenkirchen nach Illmitz (23 Kilometer)
Datum:
 18. November 2018

Wer oder was ist der 07er Weitwanderweg?

(Österreichischer Weitwanderweg 07, 710 km). Der ostösterreichische Grenzlandweg 07 wurde 1979 eröffnet. Er führt durch die Bundesländer Niederösterreich, Burgenland und Steiermark und reicht vom Nebelstein im nördlichen Waldviertel nach Bad Radkersburg in der Südoststeiermark. Der Ostösterreichische Grenzlandweg ist vom Nebelstein bis Wolfsthal auch Teilstück des europäischen Fernwanderweges E8 und von Wien bis Hochstraß Teilstück des europäischen Fernwanderweges E4.
Erklärung und mehr Informationen findet Ihr im Rahmen der Alpenvereinssektion Weitwanderer! Grüße gehen raus :-)

Video:


Meine Geschichte zur 22. Etappe:

Schon am Tag davor hatte ich mich mit Stefanie "Steffi" Bartl getroffen, um die Tour von Nickelsdorf nach Frauenkirchen zu wandern. Auch sie hat sich zum Ziel gesetzt, den Ostösterreichischen Grenzlandweg 07 zu bewältigen und hatte, so wie ich, damals im Herbst 2017 damit begonnen. Und nun waren wir Gleichauf in unseren Etappen. Und schon während dieser Etappe hatten wir beschlossen, am Tag darauf gleich noch eine Etappe zu machen. 

Wieder rappelte früh am Morgen der Wecker. Ich machte mich frisch und traf mich erneut um 6:30 morgens mit Steffi am Hauptbahnhof. Und wie schon am Tag davor lösten wir unser Zugticket, gönnten uns einen Kaffee und besorgten noch den Vorrat für die anstehende Tour. Wenn man weis, das ein weiteres Weitwanderabenteuer ansteht, und es gibt jemanden der auf einem wartet, dann steht man auch gerne früh auf. Und so war die Stimmung nach dem besagten Kaffee natürlich auch sehr gut bei uns beiden. 

Der Zug brachte uns also zurück nach Frauenkirchen und es war so, als wäre es erst gestern gewesen, als wir hier waren. Das Verrückte daran war jedoch, das es tatsächlich gestern war. *gg*
Und somit konnte diese Tour nun weiter gehen. Das Wetter war mild. Die Sonne zeigte sich zwar nicht so oft, aber dafür war es weitgehend stabil und herbstlich annehmbar. Auch an diesem Tag würde ich, wie schon letztens in Halbturn, an einen Ort kommen, mit dem ich eine besondere Geschichte habe.

Und dieser Ort ist St. Andrä am Zicksee, bzw. der Zicksee selbst. Hier hatte ich 2007 mit meinem Vater einen Kurzurlaub verbraucht. Wir waren mit dem Rad teilweise um den Neusiedlersee gefahren und hatten uns damals auch Halbturn und die Basilika in Frauenkirchen angesehen. Und als wir dann am Zicksee ankamen, wurde mir richtig warm ums Herz. Das war aber schon alles was warm war, denn von nun an wurde es merklich frostiger. Und als wir so um den Zicksee spazierten, merkten wir erst, dass wir das Woodstock der Wildgänse erreicht hatten. Abertausende Wildgänse kamen aus allen Ecken des Landes und versammelten sich direkt am Zicksee. Das war schon beeindruckend.

Doch genau so beeindruckend war auch der Eintritt in den Nationalpark Seewinkel am Neusiedlersee. In diesem Eck des Neusiedler Sees war ich noch nie gewesen. Zumindest nicht wissentlich. Und die Sauergräser und tümpelartige Feuchtfelder hatten es mir dann auch angetan. Ich habe dieses Gebiet richtig zu schätzen gewusst und auch Steffi war begeistert. In Apetlon angekommen, fand ich mich aber gleich wieder zurecht. Der Weg von hier nach Illmitz entspricht der Etappe des Burgenland Extrems. Und als wir dann in Illmitz angekommen waren, zogen wir uns in unser wohlbekanntes Cafe zurück. Hier hatte Steffi im Frühjahr noch ihre Solotour um den Neusiedlersee begonnen und beendet. Am selben Tag hatte ich mit Peter Haider meine Generalprobe für das Burgenland Extrem 2018 angetreten.

Nun wären es noch 3,5 Kilometer bis zum Neusiedlersee selbst gewesen, doch wir beschlossen in Illmitz die Heimreise anzutreten. Die nächste Etappe würden wir ohnehin erst wieder in Mörbisch - auf der anderen Seite des Sees - starten können. Im Winter fährt keine Fähre über den See. Doch werden wir dies nicht auf uns sitzen lassen. Wir haben schon eine Idee, aber wir verraten noch nichts. *gg*
 


Blick zurück auf Frauenkirchen

Steffi und die weite Steppe

Da kann man nicht einfach so vorbei gehen

Wir verlassen nun Frauenkirchen

Auf dem Weg nach St. Andrä

Unsere Mission ist klar



Wegbeschreibung:

Der Bahnhof von Frauenkirchen liegt am nordwestlichen Rand des Ortes. Wir halten uns rechts und marschieren am Rübenplatz die Hofgasse hinab bis wird die Tillstraße erreichen. Hier biegen wir links ab und marschieren entlang der L304 südöstlich hinab bis zur Apetloner Straße. Dort halten wir uns rechts und überqueren nach einigen Metern dann die Eisenbahnschienen. Kurz darauf verlassen wir nun Frauenkirchen und wandern ca. einen Kilometer entlang des Güterwegs Frauenkirchen-Schweizerried neben den Apetlroner-Weg-Äckern.

Dann halten wir uns links und folgen jener Straße, die direkt zur Martins Therme führt. Hier kommen wir zu einem kleinen Wäldchen. Wir marschieren aber nicht zur Therme, sondern biegen vorher rechts in einen weiteren Güterweg ab. Nach einem weiteren Kilometer erreichen wir dann den Tümpel des Wilhelmshofes. Hier schwenken wir dann links ab und folgen der Straße weiter über das Fuchensfeld. Dem Wegverlauf folgend, überqueren wir dann einen schmalen Flusskanal des Zicksees, wo wir an einem weiteren kleinen Hof vorbei kommen.

 


St. Andrä am Zicksee

Nun haben wir den Nationalpark Seewinkel erreicht

Einer der Posten im Seewinkel

Der Zicksee

Tolle Gebilde im Seewinkel

Tolle Wege in Richtung Apetlon


 

Hier wird der Güterweg als Sankt Andrä-Seeäcker bezeichnet. Dieser führt uns südöstlich weiter bis zum Campingplatz des Zicksees. An diesem gehen wir nun vorüber bis wir den Rand des Areals erreicht haben. Von hier aus hat man einen schönen Blick auf St. Andrä. Wir verlassen aber nun den Güterweg und folgen einem Pfad rechts weiter bis wir die Badestraße erreichen. Hier gehen wir rechts weiter bis wir die Ostseite des Zicksees erreicht haben. Beim Lokal Stefans Corner führt der Weg nun links weiter entlang des Sees bis zur Reiherseidlung. Hier macht die Straße einen merklichen Schwenk links in die Süden, worauf wir den Zicksee verlassen.

Ausserhalb der Reihersiedlung macht folgen wir der Markierung dann links und nach wenigen Metern wieder rechts bis wir schließlich den Nationalpark Neusiedler See - Seewinkel und das Areal der langen Lacke erreichen. Wenig später stehen wir vor einem Brunnen und einem Strohzelt auf der Höhe des Seewinkelhofs. Weiter geht es nun rechts entlang der langen Lacke, vorbei an holzernen kleinen Aussichtstürmen. Nur wenige Meter entfernt gibt es auch die Möglichkeit beim Nationalparkstüberl einzukehren. Wir bleiben jedoch auf der Kiestraße entlang der langen Lacke. Zwischen dieser und dem Gsigsee gelangen wir schließlich nach Apetlon.
 


Typisch für das Gebiet um den Neusiedler See

Die Etappe ist geschafft

Danke schön, Apetlon

Die Kirche in Illmitz


 

Enlang der Frauenkirchenstraße gelangen wir nun in den Ort und biegen sogleich rechts in die Triftgasse ein. Vorbei an einem Spielplatz und einem schönen Parksee gelanen wir nun zur L205 Wallern Straße, welcher wir links stadtauswärts folgen. Bei der nächsten Kreuzung schwenken wir rechts ein und folgen von nun an nur noch der L205 Illmitzer Straße stadtauswärts. Nach weiteren zwei Kilometern erreichen wir auch schon die Ortstafel von Illmitz. Weiter führt uns die Straße noch zum Hauptplatz, wo unsere Etappe beim Dorfwirtshaus Zentral endet.

Geschafft !!!
 


Foto von Stefanie Bartl

Foto von Stefanie Bartl


Infobox:

Frauenkirchen
St. Andrä am Zicksee
Nationalpark Seewinkel
Illmitz
Ostösterreichischer Grenzlandweg 07

Ostösterreichischer Grenzlandweg 07 (Ich, am Weg)


Karte:

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