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ich, am Weg

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De
WW07 - Hainburg - Kittsee
10.12.2017 20:37

Ostösterreichischer Grenzlandweg 07
19. Etappe: von Hainburg nach Kittsee (21 Kilometer)
Datum: 
09. Dezember 2017


Wer oder was ist der 07er Weitwanderweg?

(Österreichischer Weitwanderweg 07, 710 km). Der ostösterreichische Grenzlandweg 07 wurde 1979 eröffnet. Er führt durch die Bundesländer Niederösterreich, Burgenland und Steiermark und reicht vom Nebelstein im nördlichen Waldviertel nach Bad Radkersburg in der Südoststeiermark. Der Ostösterreichische Grenzlandweg ist vom Nebelstein bis Wolfsthal auch Teilstück des europäischen Fernwanderweges E8 und von Wien bis Hochstraß Teilstück des europäischen Fernwanderweges E4.
Erklärung und mehr Informationen findet Ihr im Rahmen der Alpenvereinssektion Weitwanderer! Grüße gehen raus :-)

Video:


Meine Geschichte zur 18. Etappe

Für viele ist der 8. Dezember jener Feiertag, an dem man seine Kaufgelüste für das anstehende Weihnachtsfest auslebt und dadurch die Wirtschaft ankurbelt. Für uns Wanderfreunde allerdings, war es ein Feiertag, an dem wir überall sein wollten, nur nicht in der hektischen Großstadt.
Es war wieder einmal der grüne Pilger Peter, alias Peter Haider, der schon nach der letzten Etappe den 8. Dezember als Wandertag ankündigte. Doch zunächst sollte es gar keine weitere Etappe auf dem ostösterreichischen Grenzlandweg 07 sein. Da unsere Initiatorin Margit, welche ja in der Steiermark lebt, nicht immer unter uns sein, und uns begleiten kann, schlug Peter vor, eine Alternativwanderung zu machen.

Diese sah vor, von Hainburg zu starten. Davon sollten wir ungefähr 60 % entlang des Weitwanderwegs 07 marschieren und nach Wolfsthal dann nördlich über die Staatsgrenze nach Bratislava schreiten. Als zusätzliche Motivation wurde der Adventmarkt in der slowakischen Hauptstadt erkoren. Eigentlich ja keine schlechte Idee, denn der Adventmarkt in Bratislava ist durchaus empfehlenswert. Es kam aber anders. Denn wenn ich von "wir" schreibe, dann muss ich aber auch erklären, wer "wir" an diesem Tag waren.
Unsere Wandergemeinschaft wurde erstmals durch die Anwesenheit von Monika Rafi, selbst leidenschaftliche Genusswanderin, erstrahlt. Wieder mit an Board war unsere Wanderabenteurerin Stefanie Bartl, die motiviert zwischen all ihren Wandermissionen Zeit für diese Tour einräumte. Und dann war da natürlich noch der besagte grüne Pilger Peter, unser erfahrener Wattwanderer und Buchautor. Diesmal leider nicht dabei waren Henrike Herenda und eben Margit Hübner. Trotzdem liebe Grüße an Euch (!!!)

Das unsere tolle Truppe dann doch die komplette Wanderetappe von Hainburg und Kittsee erwanderte, lag an einer Verkettung mehrerer Umstände. Mir persönlich machte dies nichts aus. Im Gegenteil. Für meine Berichterstattung über den ostösterreichischen Grenzlandweg und der Sammlung aller Etappen, kam dies sehr gelegen. Ich freute mich auf diese Wanderung.
Das Wetter war uns nicht sonderlich hold. Wobei das Auslegungssache ist. Der graue Nebelvorhang legte sich gespenstisch über den Osten Österreichs und bildete zusammen mit Schneegeflechten und Eisskulpturen ein wunderschönes kontrastreiches Gesamtbild. Auch wenn ich eher der Wandertyp bin, der die Fernsicht liebt, konnte ich dieser Tour durch dichten und teils schaurigen Nebel durchaus etwas abgewinnen. Ich lernte während der Tour dieses Naturschauspiel richtig zu schätzen, denn früher verzichtete ich gut und gerne einmal auf Wanderungen im späten Herbst und im tiefsten Winter. Jetzt weiß ich aber, das es auch in dieser Jahreszeit unglaublich viel Schönes zu entdecken gibt.

Am meisten beeindruckt hat mich entlang der Tour der Aufstieg über den Schafsberg auf die Königswarte. Hier dachte ich nämlich für einen Moment, das wir uns nicht am Track befanden.
Dadurch, das wir ja kurzfristig beschlossen hatten, nach Kittsee zu marschieren, führte mein gezeichneter Track ja nach Bratislava. Somit hatten wir keine Karte und mussten uns so auf Stefanies GPS Programm am Handy und unseren Spürnasen verlassen.

Der Weg dort hinauf war jedenfalls traumhaft. Wir stapften mitten durch ein kleines Winterwunderland voller Eisfiguren und Pflanzen.
Auch der Nebeldurchzug auf der Königswarte war beeindruckend. Dies sind so Kleinigkeiten die einem aber ins Auge fallen und so eine Tour erst besonders machen. Jedenfalls bin ich sehr dankbar über all diese Erfahrungen die ich, gemeinsam mit meinen alten und neuen Freunden, teilen darf. Und wie unser Etappenabenteuer genau aussah, das seht ihr hier. 

 


Am Bahnhof Hainburg (Foto vom grünen Pilger Peter)

Steintor bei den Donaustollen (Foto von Stefanie Bartl)

Entlang der Donaupromenade (Foto vom grünen Pilger Peter)

Die Donau im Nebelkleid (Foto von Stefanie Bartl)



Wegbeschreibung:

Als wir den Bahnhof in Hainburg verlassen, folgen wir links der Donaulände entlang, bis wir die Unterführung der Pressburger Bahn erreichen. Danach macht die Straße einen Bogen in den Süden. Wir folgen jedoch der Donaulände, vorbei am Hainburger Wasserturm, und bewegen uns zum großen Parkplatz neben dem Donaustrom.

Neben dem Donauparkplatz befindet sich eine Schiffsanlegestelle sowie das Donau-Café-Restaurant. Hier verlassen wir die Donaulände und betreten so den Nationalpark Donauauen. Ein schmaler Pfad, auch Donaupromenade genannt, führt uns weiter entlang der Donau bis zu einem Durchgang aus Gestein. Hier befinden sich die Uferstollen. Wir folgen der Donaupromenade und haben links von uns stets die Donau als Begleiter. Rechts von uns erhebt sich ein kleiner Wald südlich hinauf zum Braunsberg.

Wenig später treffen wir bei der Ruine Rötelstein und der steilen Rötelsteinkluft ein. Von hier kann man einen schönen Blick auf den Donaustrom genießen. Nun führt der Weitwanderweg wieder hinein in den Wald des Nationalparks und wir kommen bei den aussichtsreichen Drei und dem Eichingerkreuz vorbei. Im Wald folgt dann ein Split zwischen dem ostösterreichischen Grenzlandweges und dem Jakobsweg. Beide werden durch einen kleinen trockenen Donauarm getrennt. Während der Jakobsweg weiter entlang der Donau verläuft, kehrt der Weitwanderweg 07 schon früher in den Osten ein.

Kurz gelangen wir an den Waldrand, bzw. zu den Feldern der Jägerhaussiedlung an der Thebenerstraße. An deren Ende sollten wir gleich danach gelangen. Zuvor kehren wir noch einmal in den Wald zurück und begrüßen dort die Jakobsweg-Variante. Bei diesem Kreuzungspunkt marschieren wir einige Meter abseits und begegnen einem schönen Kiesstrand an der Donau. Von hier aus haben wir einen tollen Blick auf die Burgruine Devin sowie der Velkomoravsky kostol.
Der Weg führt uns nun durch einen Waldpfad weiter bis zum besagten Parkplatz der Thebnerstraße.

Wir folgen nun einer Forststraße entlang der Donau, bis wir schließlich das Wiesenkreuz am Auglarm erreichen. Hier verabschieden wir uns von der Donau, denn der Weg führt nun südöstlich durch ein größeres Feldgebiet. An einer Kreuzung treffen wir auf den Donauradweg, welchen wir nun links, also östlich, folgen. Der Donauradweg führt uns direkt an die Nordseite des Schloss Walterskirchen. Und dieses Schloss befindet sich in Wolfsthal, welchen Ort wir somit erreicht haben. 
 


Ruine Rötelstein (Foto von Stefanie Bartl)

Burgruine Devin (Foto vom grünen Pilger Peter)

Ankunft in Wolfsthal (Foto vom grünen Pilger Peter)

Weg durch den Nationalpark Donauauen (Foto vom grünen Pilger Peter)

Monika, Peter, ich & Stefanie (Foto vom grünen Pilger Peter)

Schloss Walterskirchen in Wolfsthal (Foto vom grünen Pilger Peter)



Die Donaustraße führt uns entlang einiger Wohnhäuser zur Hauptstraße. Wir folgen dieser erneut in den Osten und kommen so noch einmal am Schloss Walterskirchen sowie der Kirche Maria am Birnbaum vorbei. Auf der Höhe des Herrschaftssteinbruchs verlassen wir nun die Hauptstraße und marschieren nun entlang der Betriebsstraße, welche uns in das kleine Industrieviertel von Wolfsthal führt. Dort befindet sich die Fernwärme, der Metallbau Eybel sowie die bekannte Biogasanlage.

Dort betreten wir nun den Wald am Schaf- und Gelsenbergel. Ein kleiner schmaler Waldpfad führt uns nun einige Höhenmeter hinauf zu einer weiteren Forststraße. Und diese führt uns in den Süden hinab zum höchsten Punkt dieser Erhebung, nämlich der Königswarte auf 344 Meter. Auf der Königswarte befindet sich auch die Fernmeldeaufklärungsanlage mit ihren eindrucksvollen Satelitenschüsseln. Aber auch ein 25 Meter hoher Holzturm lädt zum Besteigen und Genießen ein.

Von hier aus folgen wir dem Weitwanderweg 07 durch eine Forststraße immer weiter den Hügel hinab bis zur St. Peter und Paul Kapelle und dem kleinen Ort Berg. Der Forstweg mündet in den Kirchbergweg. Und dieser wiederum in die Gasse am Bühel. Wenige Meter später befinden wir uns an der Berger Hauptstraße, welcher wir nun östlich folgen.

 


Der Aufstieg auf den Schafsberg (Foto vom grünen Pilger Peter)

 Wir überwinden alle Stufen (Foto von Stefanie Bartl)

Die Königswarte (Foto von Stefanie Bartl)

Einzigartige Eisskulpturen  (Foto vom grünen Pilger Peter)

Ein richtig schönes Farbenspiel (Foto von Stefanie Bartl)

Aussicht von der Königswarte (Foto von Stefanie Bartl)



Am östlichen Ortsrand stehen wir vor der Kreuzung Wolfsthaler Straße und Preßburger Straße. Wir überqueren die Wolfsthalerstraße und folgen der Preßburger Straße bis zu einem kleinen Spielplatz. Hier verlassen wir die Preßburger Straße und folgen nun einer kleinen betonierten Straße entlang von Marillenplantagen. Auch kommen wir dort an einem kleinen Marterl vorbei. Letztendlich führt uns diese Straße direkt in den nordwestlichen Rand von Kittsee. Dort umkreisen wir einen Sportplatz und gelangen so zu einem Parkplatz an der Industriestraße. Hier befindet sich die bekannte Konditor Hauswirth Schokoladenfabrik.

Am Ende der Industriestraße gelangen wir zum Pfarramt sowie der Pfarrkirche zur Kreuzerhöhung am Hauptplatz von Kittsee. Wir folgen der langen Straße hinab in den Süden und kommen noch an der Dreifaltigkeitssäule und der Feuerwehr in Kittsee vorbei. Nun wird aus der Hauptstraße die untere Hauptstraße welche uns an den südöstlichen Ortsrand und direkt zum Bahnhof bringt. Hurra, die Tour ist geschafft. 

 


Auf den Weg nach Berg (Foto vom grünen Pilger Peter)

Schokoladenfabrik in Kittsee (Foto vom grünen Pilger Peter)

Unsere Truppe am Ziel in Kittsee (Foto von Stefanie Bartl)


Infobox:

Hainburg an der Donau
Wolfsthal
Königswarte (wiki)
Gemeinde Berg
Kittsee
Schokoladenfabrik Kittsee


Karte:

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